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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 02.11.2014

SchachboxenKnockout oder matt setzen

Beim Schachboxen zeigt sich die philosophische Substanz des Sports

Von Thomas Jaedicke

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Die Sportler Arik Braun (r) und Felix Bartels sitzen sich am Samstagabend (28.07.2012) in Berlin während der Chessboxing Championships am Schachbrett gegenüber. (picture alliance / dpa  / Soeren Stache)
Sechs Runden Schach, fünf Runden Boxen = Schachboxen (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Kampfsport gegen Denksport: Sechs Runden Schach, fünf Runden Boxen - das ist Chessboxing oder Schachboxen. Sieger ist, wer den Gegner matt setzt, k.o. schlägt oder - im Gegensatz zum Kontrahenten - noch Bedenkzeit auf der Schachuhr hat.

"Die klassische Kampfsportart gegen die klassische Denksportart", das findet Weltmeister Sven Rooch besonders faszinierend. "Scheinbare Gegensätze, die aber dieselben Fähigkeiten erfordern." Aktionskünstler Iepe Rubingh, der jetzt in Berlin die zweiten Weltmeisterschaften im Schachboxen organisiert hat, gilt als Erfinder des Sports.

Dabei hat der Holländer vor zehn Jahren eigentlich nur dafür gesorgt, dass die Fiktion des französischen Comicautors Enki Bilal Wirklichkeit wurde. Für seine Science Fiction Trilogie "Alexander Nikopol" hatte Bilal Anfang der 90er-Jahre Schachboxer entworfen. In seinen Bildern, die Mensch und Tier, Maskulines und Feminines verschmelzen lassen, zeigte der Künstler die Kombination zwischen brachialer Kraft und taktischer Intelligenz und glaubte damit die philosophische Substanz des Sports entdeckt zu haben.

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