Sanremo-Musikfestival wehrt sich gegen Zensurvorwürfe

Das Sanremo-Musikfestival in Italien wehrt sich gegen Zensurvorwürfe. Sie wurden erhoben, weil ein Kuss zwischen den Sängerinnen Levante und Gaia zum Ende ihres Auftritts vom öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RAI nicht übertragen wurde. Auf Social-Media-Plattformen wurde die Vermutung geäußert, das könne mit dem wachsenden Einfluss der rechtsgerichteten Regierung zu tun haben. Der zuständige Regisseur hingegen erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA, es habe keine Zensur gegeben. Und auch die Musikerin Levante betonte, die Regie habe von dem Kuss nichts wissen können - sie hätten ihn nicht geprobt. Gewonnen hat den renommierten Musikwettbewerb in San Remo übrigens Sal da Vinci mit dem Titel "Per sempre si" - "Für immer ja". Der Italo-Schlager geht damit beim Eurovision Song Contest Mitte Mai in Wien an den Start.