Salvini scheitert mit Verleumdungsklage gegen Bestseller-Autor Saviano

    Der italienische Schriftsteller Roberto Saviano posiert für einen Fototermin. Er trägt einen dunkelblauen Wollpullover und verschränkt seine Arme.
    Der italienische Schriftsteller Roberto Saviano legt sich nicht nur mit der Mafia an, sondern auch mit rechten Poiltkern. © picture alliance / zumapress / Fabio Frustaci
    Ein italienisches Gericht hat Bestseller-Autor Roberto Saviano von Verleumdungsvorwürfen des rechtsgerichteten Vize-Ministerpräsidenten Matteo Salvini freigesprochen. Der Autor hatte den damaligen Innenminister "Minister der kriminellen Unterwelt" genannt. Die Richter hätten nun entschieden, dass Saviano sein "Recht auf politische Kritik in legaler Art und Weise ausgeübt" habe, erklärte der Anwalt des Autors. Der Fall reicht ins Jahr 2018 zurück. Damals wollte Salvini wegen einer kritischen Bemerkung Saviano den Polizeischutz entziehen. Seit dieser 2006 einen Bestseller über die Mafia geschrieben hatte, wurde er streng beschützt. 2023 war Saviano zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte die frühere Oppositionspolitikerin und heutige Regierungschefin Italiens, Giorgia Meloni, "Bastard" genannt.