"sagenhaft orientalisch"

Das Abschlusskonzert ihrer überaus erfolgreichen Saison 2010/2011 verspricht bei den Bremer Philharmonikern "sagenhaft orientalisch" zu werden. Generalmusikdirektor Markus Poschner und das Orchester entführen die Konzertbesucher musikalisch in eine geheimnisvolle, märchenhafte Welt - an ihrer Seite die libanesische Sängerin Fadia Tomb El-Hage, ihr Landsmann, der Percussionist Rony Barrak sowie der Deutsch-Jordanier Salah Eddin Maraqa mit dem orientalischen Zupfinstrument Qānūn.
Für Markus Poschner, den bekennenden Grenzgänger, geht mit diesem Konzert ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, so berichtet er:" Vor einigen Jahren lernte ich bei einem Konzert in Köln den libanesischen Darbouka-Spieler Rony Barrak kennen und war von seiner musikalischen Welt und seinem außergewöhnlichen Können derart begeistert, dass schnell die Idee zu einem gemeinsamen Projekt entstand." Poschner möchte mit den Bremer Philharmonikern und seinen Gästen "einen vermeintlich unbekannten Kosmos erforschen, der vielleicht mehr mit uns selbst und unserer kulturellen Herkunft zu tun hat, als wir heute noch erahnen können." Denn eines ist für ihn klar: "Die meiste Zeit schien das Licht vom Orient zum Okzident. Die Mystik orientalischer Musik mit ihren tiefsinnigen Ritualen, wirbelnden Derwischen und religiösen Kompositionen symbolisierte die kosmische Ordnung und das intakte Verhältnis zwischen Mensch, Schöpfer und Welt gleichermaßen".

Aber auch der islamische Kulturbereich hat viele Anregungen aus dem Westen aufgenommen. Viele osmanische Sultane waren seit dem 16. Jahrhundert begeisterte Liebhaber europäischer Musik. Musikalische Wettbewerbe zwischen den Orchestern der europäischen Gesandten und der Hofmusik der Sultane gehörten zur beliebten gesellschaftlich-protokollarischen Grundausstattung bei offiziellen Anlässen. Bei ihrem letzten Saisonkonzert geben die Bremer Philharmoniker eine Ahnung dessen weiter und stellen faszinierende Kompositionen vor, die aus der gegenseitigen Inspiration entstanden sind.
www.bremerphilharmoniker.de



Live aus der Glocke in Bremen


Carl Maria von Weber
Ouvertüre zu "Abu Hassan"

Rony Barrak
Beirut Sensations

Camille Saint-Saëns
Bacchanal aus "Samson und Dalila"

Rony Barrak
Improvisationen mit Orchester

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Eine schwierige Beziehung - Orient und Okzident in der Musik
Von Volker Michael
"Sagenhaft orientalisch"
Friederike Westerhaus im Gespräch mit der Sängerin Fadia al-Hage
und Christian Kötter-Lixfeld, dem Intendanten der Bremer Philharmoniker

"Nani, Nani"
Traditionelles sephardisches Lied

Saleh Eddin Maraqa/Rony Barrak
Improvisation für Qanun und Darbouka

"Lamma bada yatahanna"
Anonym, bearbeitet von Toufic Succar

Richard Strauss
Tanz der Sieben Schleier aus "Salome"

Assi Rahbani/Mansour Rhabani
Ausschnitte aus "Dabkeh-Suite"


Fadia Tomb El-Hage, Gesang
Rony Barrak, Perkussion
Salah Eddin Maraqa, Qānūn
Bremer Philharmoniker
Leitung: Markus Poschner