Sängerin Pedretti findet nach Koma Stimme wieder - durch Schreien

    Ein Gesangsmikrofon in rot-blauem Licht
    Ein Mikrofon in rot-blauem Licht. (Symbolbild) © Imago / Maksim Mikhailov
    Die italienische Sängerin und Gitarristin Stefania Pedretti hatte nach einem zweiwöchigen Koma ihre Stimme verloren. Dann spielte sie wieder mit ihrem Noise-Duo OvO im Probenraum - und gewann ihre Stimme zurück. Das berichtet der britische Guardian. Demnach fiel Pedretti durch eine Autoimmun-Reaktion ins Koma. Sie wurde künstlich beatmet. Als sie erwachte, schlossen ihre Stimmbänder nicht mehr richtig, sie konnte nicht sprechen und schon gar nicht singen. Aber ihre Ärzte ermunterten sie, mit ihrer Band zu spielen. Der Anfang war entmutigend, Pedretti konnte kaum eine Gitarre halten. Aber das änderte sich mit der Zeit. "Wir versuchten, unseren Song "Queer Fight" zu spielen, erinnert sich die Sängerin. Sie habe genau gewußt, wie das Lied klingen sollte. "Wir spielten, und ich schrie und meine Stimme war wieder da", sagt Pedretti. Laut ihres Sprachtherapeuten waren Pedrettis Stimmbänder nicht beschädigt, es handelte sich um eine psychische Blockade. Diese sei durch das Schreien gelöst worden.