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Kompressor | Beitrag vom 17.03.2020

Sänger David Erler zur CoronakriseZeit für das bedingungslose Grundeinkommen

Moderation: Max Oppel

Porträt von David Erler. (Björn Kowalewsky)
Der Sänger David Erler glaubt an unkonventionelle Lösungen in der Coronakrise. (Björn Kowalewsky)

Der Coronavirus hat auch schlimme wirtschaftliche Folgen. Besonders hart trifft es viele freischaffende Künstler, deren Engagements ersatzlos gestrichen werden. Der Sänger David Erler plädiert für eine Lösung, die allen Bürgern helfen würde.

Dem Countertenor David Erler ergeht es zurzeit wie vielen anderen freischaffenden Künstlern: All seine geplanten Auftritte sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Doch wenn Erler nicht singt, verdient er kein Geld. Der Künstler hat nun eine Petition initiiert: "Hilfen für Freiberufler und Künstler während des #Corona-Shutdowns". Über 200.000 Unterstützer gibt es schon.

Erler denkt allerdings noch weiter. Für ihn ist der Augenblick gekommen, nicht nur finanzielle Hilfen für künstlerisch tätige Freiberufler auf den Weg zu bringen, sondern das von verschiedenen Seiten in den zurückliegenden Jahren immer wieder ins Spiel gebrachte bedingungslose Grundeinkommen für alle einzuführen – und sei es nur zeitlich befristet.

Verrückte Zeiten – verrückte Lösungen

Diese Forderung vertrete auch der Deutsche Musikrat, sagt Erler. "Das ist ein wichtiges Zeichen – das hatten wir noch nie. Und ich finde: Wann, wenn nicht jetzt, wären unkonventionelle Lösungen das Mittel der Wahl? Es sind völlig verrückte Zeiten – und dann können es auch mal verrückte Lösungsansätze sein."

Coronavirus-NewsletterImmer auf dem neuesten Stand: Abonnieren Sie den Coronavirus-Newsletter.Die Petition ist offiziell eingereicht, derzeit wartet Erler auf einen Termin im Bundesfinanzministerium, um der Forderung Hunderttausender Freiberufler Nachdruck zu verleihen.  Wie in jeder Krise stecke auch in der Coronakrise eine Chance, betont er:

"Es hilft ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und nur noch schwarz zu sehen." Er hoffe nur, so Erler weiter, dass es nach der Krise "noch genug Künstler gibt, damit die Kulturszene wieder aufleben kann".

(mkn)

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