Sachsen-Anhalts Kultureinrichtungen schließen Bündnis zur Erhalt der Kunstfreiheit

    Am Montag, 5. Oktober fand eine vom Landesverband Sachsen des Deutschen Bühnenvereins organisierte Demonstration auf dem Theaterplatz in Dresden statt, um gegen die geplanten Kürzungen im Kulturbereich zu protestieren.
    Bereits vor der Landtagswahl hat die Kulturszene Sachsen-Anhalts gegen drohende Eingriffe durch die Kulturpolitik der AfD protestiert. © IMAGO / Matthias Wehnert
    Schon vor der Landtagswahl hat Sachsen-Anhalts Kulturszene gegen drohende Eingriffe durch eine Kulturpolitik der AfD protestiert. Laut ihrem Parteiprogramm will die Partei nur noch fördern, was einen Beitrag zur deutschen Identitätsfindung leistet. Um die Kunstfreiheit zu verteidigen, hat sich nun der Verein "Kulturbündnis Sachsen-Anhalt – Kultur ist Vielfalt und Heimat" gegründet. Das Bündnis verbindet Stiftungen, Museen, Theater, die freie Szene und einzelne Kunstschaffende im Kampf um Kunstfreiheit. Es soll die Interessen der gesamten Kultur im Land Sachsen-Anhalt bündeln. Ziel ist es außerdem, Kontakte nach Polen und Ungarn zu knüpfen, wo die Kunst-Szene schon länger um Autonomie kämpft. In der vergangenen Woche hatten sich in Magdeburg rund 80 Menschen aus der Kulturszene Sachsen-Anhalts zur Vereinsgründung getroffen.