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Studio 9 | Beitrag vom 26.10.2017

Sacharow-PreisEU-Parlament zeichnet Venezuelas Opposition aus

Regierungsgegner gehen wieder in Venezuelas Hauptstadt Caracas auf die Straße, sie halten die Buchstaben des Wortes "Demokratie" in die Luft. (dpa-Bildfunk / AP / Ariana Cubillos)
Regierungsgegner gehen in Venezuelas Hauptstadt Caracas auf die Straße, sie halten die Buchstaben des Wortes "Demokratie" in die Luft. (dpa-Bildfunk / AP / Ariana Cubillos)

Das Europaparlament vergibt den Sacharow-Preis an die demokratische Opposition Venezuelas. Es sei ungewöhnlich, diese Auszeichnung an eine politische Oppositionspartei zu geben, meint Südamerika-Experte Peter B. Schumann. Die Opposition sei zu heterogen, um als Ganzes gefasst zu werden.

Der Sacharow-Preis für Menschenrechte geht an die venezolanische Opposition. "Es ist eine ungewöhnliche Entscheidung, dass dieser Preis nicht an einzelne Menschenrechtsaktivisten gegangen ist oder an Menschenrechtsorganisation (...), sondern an eine politische Opposition, die ja eigentlich so klar politisch oder ideologisch gar nicht zu definieren ist", sagt der Südamerika-Experte Peter B. Schumann. Es sei ein ziemlich breites Bündnis, das dort zusammengekommen sei. Der einzige gemeinsame Nenner der Opposition sei die Feindschaft gegen Präsident Nicolas Maduro. 

Schwierig, alle unter einen Hut zu bringen

Es sei schwierig, die einzelnen Gruppen auf einen Punkt zu bringen. Es sei schwierig diese 23 Parteien und Gruppierungen unter einen Hut zu bringen. Der Preis ginge an eine Opposition, die gerade an einem schwachen Punkt sei – sie sei total zerstritten. "Ich glaube nicht, dass der Sacharow-Preis hier das Tischtuch dieses Tisches der demokratischen Einheit wieder irgendwie kurzfristig zusammenflicken könnte", sagt Peter B. Schumann. 

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