Russland erklärt Regisseur Swjaginzew zum "ausländischen Agenten"

Der im Exil lebende russische Regisseur Andrei Swjaginzew ist von den Behörden seines Landes zum "ausländischen Agenten" erklärt worden. Zur Begründung heißt es vom Justizministerium in Moskau, der Filmemacher habe Falschinformationen über Entscheidungen der russischen Behörden und ihre Politik verbreitet. Swjaginzew hatte die im Februar 2022 gestartete russische Offensive gegen die Ukraine verurteilt. Er gilt international als einer der bekanntesten russischen Regisseure und lebt im französischen Exil. Frankreich will seinen jüngsten Film "Minotaur" für den Wettbewerb um den "besten internationalen Film" bei der Oscar-Verleihung 2027 vorschlagen. Beim Filmfestival in Cannes war die internationale Ko-Produktion mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden.