Russisches Gericht verbietet Oscar-Doku "Ein Nobody gegen Putin"

Der mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm "Ein Nobody gegen Putin" ist in Russland verboten worden. Ein Gericht in Tscheljabinsk verbannte den Film von drei russischen Streamingplattformen. Das berichtete das unabhängige Nachrichtenportal Sotavision. Das Gericht befand, dass der Film "negative Einstellungen" gegenüber der russischen Regierung und dem Krieg in der Ukraine fördere. "Ein Nobody gegen Putin" basiert auf Videoaufnahmen eines russischen Lehrers, der nach Kriegsbeginn den Propagandaunterricht an seiner Schule filmte. Der russische Menschenrechtsrat hatte den Filmemachern bereits in der vergangenen Woche vorgeworfen, Aufnahmen von Minderjährigen ohne Zustimmung der Eltern verwendet zu haben. Die Entscheidung aus Tscheljabinsk ist nun das erste bekannt gewordene gerichtliche Verbot des Films. Über illegale Plattformen ist der Film in Russland aber noch verfügbar.