Russische Raketen setzen Höhlenkloster in Kiew in Brand

    Rettungskräfte versuchen, einen Brand in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Kiew zu löschen.
    Feuer in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Kiew nach einem russischen Angriff © Evgeniy Maloletka / AP / dpa / Evgeniy Maloletka
    Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Ukraine werden immer wieder auch Kulturgüter beschädigt oder zerstört. In der Hauptstadt Kiew ist in der Nacht das Gelände des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder, die das brennende Dach der Maria-Entschlafens-Kathedrale zeigen. Das Gotteshaus wurde im 11. Jahrhundert im byzantinischen Stil erbaut und gilt als historisches Wahrzeichen von Kiew. Ministerpräsidentin Swyrydenko sprach von einem brutalen Angriff auf das ukrainische Erbe. Das Kloster beherbergt in einem verzweigten unterirdischen Höhlensystem auch mumifizierte Überreste von Geistlichen. Auf dem Gelände befinden sich mehrere Museen. In den ersten vier Jahren des russischen Krieges gegen die Ukraine sind mindestens 742 Kirchen und andere Religionsstätten zerstört oder beschädigt worden. Das geht aus einer Statistik hervor, die in der vergangenen Woche von der ukrainischen NGO "Arbeitskreis für die wissenschaftliche Untersuchung von Religionen" veröffentlicht wurde.