Seit 20:03 Uhr Konzert

Dienstag, 28.01.2020
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.06.2019

Rückkehr zur BühneDer schwedische Choreograph Mats Ek inszeniert wieder

Dorion Weickmann im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Beitrag hören Podcast abonnieren
Der schwedische Choreograf Mats Ek. (picture-alliance / dpa / Dzhavakhadze Zurab)
Mats Ek stellt zwei neue Stücke in Paris vor. Unsere Kritikerin ist begeistert. (picture-alliance / dpa / Dzhavakhadze Zurab)

Mats Ek gehört zu den wichtigsten Choreographen weltweit. Doch der Schwede hatte 2016 seine Werke zurückgezogen und angekündigt, nicht mehr choreographieren zu wollen. Nun ist er an die Pariser Oper zurückgekehrt.

Eigentlich wollte der Choreograph Mats Ek nicht mehr arbeiten. "Er hat sich wohl ein bisschen gelangweilt", glaubt Kritikerin Dorion Weickmann, denn der 74-jährige feierte nun gleich mit zwei neue Choreographien Premiere in Paris:

"Der Jubel war groß in der Pariser Oper, als er zum ersten Mal zwei neue Stücke präsentiert hat", so Weickmann. Ek zeigte "Carmen", ein Stück aus dem Repertoire, also keine Uraufführung und die zwei neuen Choreographien "Another Place" sowie Ravels "Boléro".

Seine eigene Tanzsprache

Das Zusammenstellen der drei Stücke sei schlüssig. "Ein wunderbarer Abend", lobt Weickmann. Hervorstechen würde vor allem seine besondere Art der Choreographie:

"Es ist eigentlich die typische Sprache von Mats Ek, die sofort erkennbar ist. Es ist eine sehr erdige Bewegungssprache, die sehr oft von tiefen Positionen in den Knien ausgeht. Sprünge finden eigentlich, wenn überhaupt, vom flachen Fuß auf den flachen Fuß statt, was eine ganz heftige Beanspruchung für den ganzen Körper ist", erklärt Weickmann, "insgesamt entsteht ein Körperbild, was mit dem klassischen Ballett nichts mehr zu tun hat."

"Carmen", "Another Place" und "Boléro"
Opéra national de Paris - Palais Garnier
Cheografie: Mats Ek
22. Juni bis 14. Juli 2019

(nho)

Mehr zum Thema

Bühnenabschied in Paris - Choreograf Mats Ek beweist seinen subtilen Humor
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 06.01.2016)

Bestelltes Solo einer Tänzerin
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 19.12.2010)

Moderner Klassiker neu inszeniert
(Deutschlandfunk, Kultur heute, 02.04.2010)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsLeichensäcke aus der Brexit-Box
Notfall-Box mit Nahrungsmitteln und Medikamenten  (Unsplash.com / RoseBox)

Brexit, na und? Die Briten haben sich ihren schwarzen Humor bewahrt, schreibt die "SZ". Aus Sorge um Versorgungsengpässe würden Pakete, die einst als Atomkrieg-Notrationen fungierten, nun zu Brexit-Boxen umgelabelt. Darin für alle Fälle: Leichensäcke.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 21Ende der Lieblingssongs: Musik im Schauspiel
Szene aus "Hätte klappen können - ein patriotischer Liederabend" im Maxim Gorki Theater Berlin (imago/Drama-Berlin.de/ Barbara Braun)

Es ist unübersehbar: Immer mehr Theaterinszenierungen setzen auf Livemusik. Eine sichere Bank für Musiker – aber ist es künstlerisch wirklich immer sinnvoll? Im Gespräch mit dem Volksbühnen-Musiker Sir Henry fragen wir, was Musik für die Bühne sein kann und sollte.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur