Rückkehr historischer Aufnahmetechniken

Weg von der Klangmanipulation

29:40 Minuten
Symbolische Darstellung von Soundbearbeitung.
Mit Digitalschnitt und Raum-Sound-Design kann man Aufnahmen stark verändern. Bei Mitschnitt auf Plattegab und gibt es dagegen keine Korrekturmöglichkeiten. © IMAGO / Ikon Images / Gillian Blease
Von Simon Schomäcker · 07.01.2022
Digitale Aufnahmetechniken führen bei Musikproduktionen oft zu perfekten Audios. Der "echte" Künstler, den kleine Makel auch ausmachen, verschwindet hinter dieser perfekten Fassade. Ein Gegentrend setzt nun wieder auf Techniken, die zwar als überholt gelten, aber dem Live-Augenblick wieder näher rücken. Lässt sich damit ein Publikum begeistern?
Glasklare Digitalaufnahmen sind heute Standard und können an fast jedem Ort Konzertsaal-Atmosphäre schaffen. Digitaltechnik hat zudem die Produktion einfacher und erschwinglicher gemacht.
Durch die nahezu unbegrenzten Bearbeitungsmöglichkeiten ist der Drang zu makellosen Ergebnissen in der Musikproduktion immer größer geworden. Viele Fans bemängeln längst, dass diese zu perfekt sind, um ein realistisches Klangbild von Orchestern, Chören oder Bands vermitteln zu können.

Unperfekt ist echt

Studio-Sessions, die noch direkt in Wachs oder Vinyl geschnitten wurden, ließen keine Bearbeitung zu. Sie spiegeln einfach das wider, was tatsächlich gespielt wurde. Kleine Fehler inklusive. Darum hat längst eine Rückbesinnung auf diese historischen Aufzeichnungsverfahren eingesetzt.
Eine Nadel in einem Nadelhalter gräbt Rillen in eine kupferfarbene Schallplatte.
So kommt der Klang vom Mikrofon direkt in die Platte. Diese Technik haben auch die Berliner Philharmoniker für sich wiederentdeckt.© IMAGO / CTK Photo / Rene Fluger und JosefxHorazny
Musikschaffende, Studio-Crews und sogar die Wissenschaft kümmern sich darum, lange als überholt geltende Aufnahmetechniken zu erhalten, anzuwenden und zu erforschen. Und das Publikum weiß das zu schätzen.

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