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Sein und Streit | Beitrag vom 02.12.2018

Roger Willemsen: "Musik"Intellektualität und Sinnlichkeit

Von René Aguigah

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"Musik" von Roger Willemsen (Deutschlandradio/ S. Fischer Verlag)
Heute in unserem Adventskalender: "Musik" von Roger Willemsen (Deutschlandradio/ S. Fischer Verlag)

Roger Willemsen war ein leidenschaftlicher Musikfreund und Jazzkenner. In der postum veröffentlichten Essaysammlung "Musik" lernt man ihn als sinnlichen Intellektuellen kennen, dessen Freude an der Musik keine Genregrenzen kannte.

Ich verschenke "Musik! Über ein Lebensgefühl" von Roger Willemsen. Ein 500 Seiten dickes Buch, in dem unter anderem auftreten: Strawinsky, Prokofjew, von Weber, Webern, Händel, Purcell, Mozart, Beethoven, Haydn, Telemann, Schumann, Busoni, Pink Floyd, ungezählte Jazzmusikerinnen, Jazzmusiker, Jazzstücke.

Bekenntnisse eines Musikliebhabers

An dieser unvollständigen Reihe kann man schon ablesen: kein systematisches Buch, sondern viele kurze Texte eines Musikliebhabers und Musikkenners, die etwas Feuilletonistisch-Philosophisches eint. Die ersten Seiten sind der Stille gewidmet. "Wer den Klang wirklich in seinen ganzen Dimensionen aufnehmen will, muss Stille erfahren haben", glaubt Willemsen mit Yehudi Menuhin.

Ich schenke das Buch einer Freundin, die mir zugleich nah und fern steht und von der ich weiß, dass sie Willemsen liebt. Ob er als Reisender, Fragender, Lesender oder Menschenrechtsaktivist unterwegs war – für den vor bald drei Jahren viel zu früh verstorbenen Willemsen schlossen sich Intellektualität und Sinnlichkeit nicht aus. Hier im Medium der Musik.

Roger Willemsen, Musik! Über ein Lebensgefühl
hg. v. Insa Wilke
S. Fischer Verlag, 2018
506 Seiten, 24 Euro

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