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Kompressor | Beitrag vom 08.04.2015

Robert KoallPegida und das alltägliche Gift

Philipp Schnee im Gespräch mit Timo Grampes

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Sie wollen "das Volk" sein: Pegida-Demonstranten am 22. Dezember 2014 in Dresden (dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)
Sie wollen "das Volk" sein: Pegida-Demonstranten am 22. Dezember 2014 in Dresden (dpa / picture alliance / Kay Nietfeld)

Er wurde zum unfreiwilligen Beobachter der Dresdner Pegida-Demonstrationen: Robert Koall, Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden, ging auch selbst auf die Straße, zu Pegida und den Gegendemonstranten. Seine Gedanken veröffentlichte er auf Facebook, nun ist daraus ein E-Book geworden.

Der Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden, Robert Koall, wurde zum unfreiwilligen Beobachter der Pegida-Demonstrationen, die ab dem vergangenen Herbst in Dresden stattfanden: Als Zugezogener rutschte er mitten hinein in eine aufgeheizte Stimmung, mit Montagsdemos auf der Straße und Anti-Pegida-Aktionen in seinem Theater. Seit 2009 hat der 1972 in Köln geborene Koall den Chefdramaturgen-Posten am Dresdner Schauspielhaus inne.

Dort ging auch er auf die Straße, war bei Pegida und bei den Gegendemonstranten. Fragen tauchen auf: Weshalb gerade in Dresden? Woher die dumpfen Ressentiments, die hier plötzlich jede alltägliche Begegnung vergiften? Seine Gedanken hat Robert Koall auf Facebook festgehalten. Im Hanser-Verlag ist das nun als E-Book erschienen. Philipp Schnee hat es gelesen.

Der Chefdramaturg des Staatsschauspiels Dresden, Robert Koall, spricht am 26. Januar 2015 bei einer Großveranstaltung in Dresden, bei der tausende Bürger ein Zeichen für Weltoffenheit setzen wollen (Imago / Max Stein)Der Chefdramaturg des Staatsschauspiels Dresden, Robert Koall, spricht am 26. Januar 2015 bei einer Großveranstaltung in Dresden, bei der tausende Bürger ein Zeichen für Weltoffenheit setzen wollen (Imago / Max Stein)

 

Robert Koall: "Ein Winter mit Pegida"
Carl Hanser Verlag, München 2015
2,99 Euro
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