Restitution: Stadt Düsseldorf beschließt Verkauf von Cranach-Gemälde

    Quer über die Straße gespannte Banner weisen die Passanten 2023 auf die Wiedereröffnung des Kunstpalastes hin. Am Straßenrand sieht man das Gebäude des Kunstpalastes.
    Der Kunstpalast in Düsseldorf © picture alliance / dpa / Roberto Pfeil
    Der Rat der Stadt Düsseldorf will ein Renaissance-Gemälde verkaufen und den Erlös mit der Erbengemeinschaft des einstigen jüdischen Besitzers teilen. Das Werk gehörte dem österreichischen Tenor Alfred Strauss. Er emigrierte während der NS-Zeit in die USA. Es geht um das Gemälde "Christus am Ölberg“ von Lucas Cranach dem Älteren, eine Darstellung des betenden Jesus im Garten Gethsemane. Die Stadt Düsseldorf teilte mit, dass die Erbengemeinschaft 75 Prozent des Verkaufspreises erhalten soll, der restliche Anteil komme dem Ankaufsetat des Museums Kunstpalast zugute. Nach Angaben der Stadt ist diese Einigung ein Vorschlag der Erben. Man würdige damit ausdrücklich das Schicksal von Alfred Strauss und berücksichtige, dass wesentliche Details zum Besitz des Cranach-Gemäldes nicht mehr aufgeklärt werden konnten.