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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 01.09.2015

Reihe UN-MillenniumszieleZiel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit

Von Jenny Genzmer und Martin Hartwig

Ein Mädchen in Bangladesch wartet auf Trinkwasser. (dpa picture alliance)
Ein Mädchen in Bangladesch wartet auf Trinkwasser. (dpa picture alliance)

Die Zahl der Land- und Meeresschutzgebiete ist erheblich gewachsen. Auch die Ozonschicht hat sich weitestgehend erholt. 95 Prozent der Staaten haben das Ziel der Sanitärversorgung geschafft. Beim Trinkwasser gibt es noch Unterschiede zwischen Stadt und Land.

Ozonabbauende Stoffe wurden seit 1990 fast vollkommen abgeschafft. Bis Mitte dieses Jahrhunderts wird mit einer Erholung der Ozonschicht gerechnet. Seit 1990 ist die Anzahl an Land- und Meeresschutzgebieten in vielen Regionen erheblich gewachsen.

Weltweit haben 147 Länder das Trinkwasserziel erreicht. 91 Prozent der Weltbevölkerung verfügt in diesem Jahr über Zugang zu verbesserter Trinkwasserversorgung, im Jahr 1990 waren es noch 76 Prozent. Über die Hälfte der Bevölkerung verfügt nun über einen eigenen Trinkwasserleitungsanschluss.

Marita Wiggerthale von der Hilfsorganisation  Oxfam: "Trotzdem haben wir ein bisschen Bedenken, ob sich irgendwie aus dem Verlegen von Wasserrohren ableiten lässt, dass die Menschen gleichzeitig einen besseren Zugang zu Wasser haben.
Die Zahlen zeigen auch, dass speziell beispielsweise in Afrika die Versorgung mit Wasser im ländlichen Raum sich mit Sanitärversorgung wesentlich schlechter ist als in den städtischen Gebieten. Das macht noch mal deutlich, wie wichtig es ist, gerade auch im ländlichen Raum, wo ja auch drei Viertel der Armen immer noch leben, viel stärker auch in die Situation zu verbessern."

95 Prozent der Länder haben das Sanitärversorgungsziel erreicht. Weltweit erhielten über zwei Milliarden Menschen Zugang zu verbesserten sanitären Einrichtungen.

Die Unterschiede in der Versorgung der Stadt- und Landbevölkerung mit Trinkwasser und sanitären Anlagen haben sich zwar verringert, sind aber nach wie vor sehr hoch.

Thomas Silberhorn vomBundesentwicklungsministerium:

"Es ist ganz wichtig, dass wir in Trinkwasserversorgung und sanitäre Versorgung  investieren, auch die Abwasserentsorgung gehört mit dazu. Die Wasserressourcen werden insgesamt zurückgehen weltweit, sodass wir da eher in neue Verteilungskonflikte zu rutschen drohen."

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