Regisseurin Maria Schrader hinter Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle

    Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle. (Quelle: afp)
    Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle will Leiterin des Filmfestivals bleiben. © AFP / JOHN MACDOUGALL
    Vor einer Krisensitzung zur Zukunft der Berlinale hat sich Regisseurin Maria Schrader hinter Intendantin Tricia Tuttle gestellt. Bei einem Festakt zur Wiedereröffnung des Kinos International in Berlin appellierte sie an die Politik, die Unabhängigkeit des Festivals zu wahren, die freie Rede zu schützen und gemeinsame Bühnen offenzuhalten. Zugleich mahnte Schrader auch mit Blick auf den Nahostkonflikt an, vielfältige Perspektiven zuzulassen. Sie bemühe sich zudem um die klare Unterscheidung von Antisemitismus und Kritik an israelischer Kriegsführung. Hintergrund ist ein Streit über den Umgang der Berlinale mit dem Nahostkonflikt und über einzelne Äußerungen von Filmschaffenden auf dem Festival. Heute soll bei einer Aufsichtsratssitzung über die Ausrichtung des Filmfestivals und über Tuttle gesprochen werden. Die US-Amerikanerin sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur, sie sei stolz auf ihr Team und auf das Festival und wolle die gemeinsam begonnen Arbeit mit institutioneller Unabhänigkeit fortsetzen.