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Im Gespräch | Beitrag vom 20.11.2018

Regisseurin Maria Schrader„Filme können einen sehr lange begleiten“

Maria Schrader im Gespräch mit Annette Riedel

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Maria Schrader (Mitte) 2007 beim Dreh von "Liebesleben".   (imago stock&people)
Maria Schrader (Mitte) 2007 beim Dreh von "Liebesleben" (imago stock&people)

Nicht nur als Schauspielerin, auch als Filmregisseurin ist Maria Schrader mittlerweile erfolgreich. Dabei gehe es ihr um Dialog, sagt sie. Nun wird ihre zweite Regiearbeit „Vor der Morgenröte“ über Stefan Zweigs Exilzeit im Fernsehen gezeigt.

Theater gespielt hat Schrader eigentlich schon immer. In den 80ern kam der Film dazu: "RobbyKallePaul" hieß ihr erstes Kinowerk, das sie gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten Dani Levy realisierte. Den großen Durchbruch erlebte sie mit "Aimée und Jaguar", der Liebesgeschichte zwischen einer Jüdin und einer Nazi-Mitläuferin. Im Laufe ihrer Karriere hat sich die Schauspielerin und Regisseurin viel mit jüdischen Themen befasst. Ihr komme es bei ihrer Arbeit darauf an, überzeugt von ihrem jeweiligen Projekt zu sein. Sie möchte nichts machen, wofür sie sich später schämen muss:

"Weil dann gehöre ich einem Projekt, dann gehöre ich einem Thema, einer Geschichte."

Kinofilme, die in Erinnerung bleiben

Diese Projekte, Themen und Geschichten könnten einen oft länger begleiten, als man glaubt,  sagt Schrader und nennt als Beispiel den Film "Aimée und Jaguar", in dem sie eine der beiden Hauptrollen spielte:

"Es vergeht kaum eine Woche, wo ich nicht von jemandem, den ich nicht kenne, auf den Film 'Aimée und Jaguar' angesprochen werde. Das bedeutet ja, der hat eine Strahlkraft. Der ist 20 Jahre alt und sitzt immer noch in den Köpfen der Menschen."

Vor zwei Jahren kam Maria Schraders Film "Vor der Morgenröte" in die Kinos. Die Verfilmung des Exils von Stefan Zweig ist ihre zweite eigene Regiearbeit und fand sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum großen Anklang. Jetzt wird der Film erstmals im deutschen Fernsehen gezeigt (Arte, 21.11.2018 um 20 Uhr).

Die Arbeit als Regisseurin muss ihrer Ansicht nach nicht so einsam sein, wie sie von manchen dargestellt werde, sagt Maria Schrader.

"Ich würde mich schon als Team-Arbeiterin bezeichnen. Ich finde einen dialogischen Austausch sehr wichtig, egal worüber man spricht. Beim Drehbuch-Schreiben, in der Entwicklung, in der Gestaltung von Dingen habe ich das sehr gerne, den Dialog mit den Kollegen zu suchen. Und das funktioniert auch als Regisseurin."

Die Regiearbeit von  "Vor der Morgenröte" habe besonders gut geklappt: "Das war eine absolute Glücks-Erfahrung, Regie bei diesem Film zu führen. Und das hatte auch mit den Mitarbeitern, mit der Möglichkeit zu Dialog, mit Vertrauen zu tun."

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