Regisseur von "Ein Nobody gegen Putin" als "ausländischer Agent" eingestuft

    Eine Oscar-Statue und der Schriftzug "Oscars" ist vor einem schwarzen Hintergrund zu sehen.
    Eine Oscar-Statue und der Schriftzug "Oscars" ist vor einem schwarzen Hintergrund zu sehen. © picture alliance / Danny Moloshok / Invision / AP / Danny Moloshok
    Mit dem Streifen „Ein Nobody gegen Putin“ gewann Pavel Talankin in diesem Monat den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Jetzt ist der russische Filmemacher in seiner Heimat als „ausländischer Agent“ eingestuft worden. Talankins Name erschien am Freitag auf einer entsprechenden Liste des Justizministeriums in Moskau. Einen Tag vorher hatte ein russisches Gericht den Film verboten. Der ehemalige Lehrer Talankin hatte den Oscar gemeinsam mit dem US-Regisseur David Borenstein gewonnen. In "Ein Nobody gegen Putin" geht es um Propaganda in einer russischen Provinzschule nach dem 24. Februar 2022 - dem Tag des Überfalls Russlands auf die Ukraine. Personen, die als ausländische Agenten eingestuft sind - so wie jetzt Pavel Talankin - unterliegen in Russland strengen bürokratischen Auflagen sowie Einschränkungen ihrer Einkünfte. Veröffentlichtungen und Social Media Posts müssen sie mit dem Vermerk "ausländischer Agent" kennzeichnen.