Regisseur David Cronenberg hält Abtreibungsdebatte in den USA für "vollkommen verrückt"

    Regisseur David Cronenberg (rechts) mit der Schauspielerin Lea Seydoux auf dem roten Teppich bei den Filmfestspielen in Cannes.
    Regisseur David Cronenberg stellt in Cannes seien neuen Film mit der Schauspielerin Lea Seydoux vor. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS/Petros Giannakouris
    25.05.2022
    Der kanadische Regisseur David Cronenberg hat sich klar gegen die mögliche Aufhebung des Abtreibungsrechts in den USA gestellt. Dass die gängige Praxis durch das Oberste US-Gericht gekippt werden könnte sei "vollkommen verrückt", sagte Cronenberg bei der Vorstellung seines jüngsten Werks bei den Filmfestspielen in Cannes. In dem Science-Fiction-Drama "Crimes of the Future" geht es um eine Zukunft, in der Menschen durch Technologien ihre Körper verändern können und auch keinen Schmerz mehr empfinden. Er habe das Skript dazu vor 20 Jahren geschrieben, betonte Cronenberg. Aber man habe damals schon spüren können, dass diese Art des Besitzes und der Unterdrückung von Körpern anderer kommen werde. Cronenberg betonte, in Kanada könne man einfach nicht glauben, was die gewählten Vertreter in den USA zur Abtreibungsdebatte von sich gäben.