Reggae-Legende: Schlagzeuger Sly Dunbar mit 73 Jahren gestorben

    Der jamaikanische Schlagzeuger Sly Dunbar mit einem roten Hemd und einer roten Kappe an den Drums bei einem Konzert von "Sly & Robbie" in den 1980ern.
    Mit dem Duo "Sly & Robbie" feuerte der jamaikanische Schlagzeuger Sly Dunbar große Erfolge. © picture-alliance / Jazz Archiv / Hardy Schiffler
    Im Reggae galt er vielen als Legende: der Schlagzeuger Sly Dunbar. Er starb im Alter von 73 Jahren nach längerer Krankheit auf Jamaika. Dunbar prägte zusammen mit dem Bassisten Robbie Shakespeare den modernen Sound der Insel, wie das Musikmagazin "Rolling Stone" schreibt. Als Duo "Sly and Robbie" brachten sie es Schätzungen zufolge auf mehr als 200.000 Aufnahmen inklusive Samples und Remixes, auch als Produzenten hatten sie großen Einfluss. Dunbar arbeitete mit Musikgrößen wie Bob Marley, Grace Jones und Bob Dylan, aber auch mit Bands wie den "Rolling Stones" und später "No Doubt" und den "Fugees". 13 Mal wurde er für die Grammys nominiert, zwei Mal bekam er den Preis. 2014 feierte Dunbar einen Erfolg mit dem Song "Cheerleader", den er für den Reggae-Musiker Omi mitgeschrieben hatte. Das Stück wurde durch einen Remix von DJ Felix Jaehn zu einem globalen Hit, verkaufte sich alleine in Deutschland über eine Million Mal und war 57 Wochen lang in den Charts.