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Kulturnachrichten

Montag, 2. Februar 2015

Redaktion von "Charlie Hebdo" macht Ruhepause

Erscheinungsdatum der nächsten Ausgabe ist noch unklar

Nach der "Ausgabe der Überlebenden" vom 14. Januar legt die Satirezeitung "Charlie Hebdo" eine Pause ein. Ein Erscheinungstermin für die nächste Ausgabe des Magazins, das am 7. Januar von islamistischen Attentätern angegriffen worden war, stand heute noch nicht fest. "Liebe Leserin, lieber Leser, die Redaktion, die tief bewegt ist und getragen wird von eurer wunderbaren Welle der Solidarität, vergisst euch nicht und wird euch in den nächsten Wochen wieder an den Zeitungskiosken begegnen", heißt es vage auf der Website der Zeitung, die normalerweise wöchentlich erscheint. Nach dem Tod von Chefredakteur Stéphane Charbonnier, genannt Charb, und den bekanntesten Zeichnern wie Cabu und Wolinksi muss sich der Rest der Redaktion nun neu aufstellen. "Sie müssen erst einmal das Trauma verarbeiten", sagte einer der Anwälte der Überlebenden, Christophe Thévenet. "Die neue Ausgabe wird gemacht, wenn sie dazu in der Lage sind." Erste personelle Entscheidungen hat das Blatt bereits getroffen: Der bei dem Anschlag verletzte Laurent Sourisseau, genannt Riss, wird neuer Redaktionsleiter.

Suhrkamp-Verlag will Castorfs Münchner "Baal"-Inszenierung verbieten

Derweil wird die umstrittene Inszenierung demonstrativ zum Berliner Theatertreffen eingeladen

Der Suhrkamp Verlag will weitere Aufführungen von Bertolt Brechts Drama "Baal" am Münchner Residenztheater verbieten lassen. Eine Sprecherin bestätigte heute, dass der Verlag beim Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen die Inszenierung von Skandal-Regisseur Frank Castorf beantragt hat. Bei der Inszenierung handle es sich "um eine nicht-autorisierte Bearbeitung des Stückes von Bertolt Brecht", begründete der Verlag diesen Schritt in einer Stellungnahme. Eine Entscheidung des Landgerichts werde noch in dieser Woche erwartet. Schon am Freitag steht "Baal" mit Aurel Manthei in der Titelrolle und Bibiana Beglau als Isabelle eigentlich wieder auf dem Spielplan. Derweil wird die umstrittene Inszenierung zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Die Entscheidung sei auch ein Aufruf an die Rechteinhaber von Bertold Brechts Stück, das Werk ohne Einschränkungen zeigen zu dürfen, erklärte die Jury heute bei der Bekanntgabe der Auswahl für das 65. Theatertreffen (1. - 17. Mai).

Neuer Konzertsaal für München soll in Philharmonie entstehen

Kabinettsbeschluss soll nächste Woche kommen

Plötzliches Ende einer prächtigen Vision: Die Idee eines eigenständigen, dritten Konzertsaales für München ist vom Tisch. Stattdessen planen Stadt und Freistaat Bayern gemeinsam einen neuen, akustisch optimalen Saal insbesondere für klassische Konzerte in der alten Hülle der Philharmonie. Dies berichteten Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) heute nach einem Gespräch im Münchner Rathaus. Die Philharmonie soll demnach nicht - wie spekuliert - abgerissen, sondern entkernt werden, um dort einen neuen Saal einzubauen. Die akustische Qualität des riesigen bisherigen Saales mit rund 2400 Plätzen war seit seinem Bau vor rund 30 Jahren in der Kritik. "Ich will einen Konzertsaal mit Weltniveau", sagte Seehofer. In einer Woche will er einen Kabinettsbeschluss auf den Weg bringen.

Erstmals vier Exemplare der "Magna Carta"gleichzeitig ausgestellt

Ausstellung findet im Rahmen der Feiern zum 800. Jahrestag der "Magna Carta" statt

Erstmals sind in London vier Exemplare der "Magna Carta" gleichzeitig ausgestellt. Die British Library sprach heute von einem "Vereinigungs-Event", der es drei Tage lang Historikern und Interessierten ermögliche, die Dokumente zu vergleichen. Die Magna Carta gilt als ein Grundtext für den demokratischen Rechtsstaat. In den im Juli 1215 erlassenen Dokument wurde erstmals das Prinzip verankert, dass kein Mensch, auch nicht der König, über dem Recht steht.

Verlegerin Irene Greven gestorben

Rheinländerin starb am Freitag mit 88 Jahren

Die Kölner Verlegerin Irene Greven ist tot. Wie ihr Verlag heute mitteilte, starb sie am Freitag einen Tag nach ihrem 88. Geburtstag. Seit dem Tod ihres Mannes Sigurd Greven 1981 hatte sie die Firmengruppe mehr als 30 Jahre lang geleitet. Die Gruppe setzt sich zusammen aus dem Adressbuch-Verlag Greven Medien und dem Kulturbuch-Verlag Greven Verlag Köln sowie weiteren Medienunternehmen. Irene Greven war als wichtige Förderin des Kulturlebens im Rheinland bekannt. "Die Historische Gesellschaft Köln, der Förderverein Romanische Kirchen Köln oder das Museum Schnütgen gehören zu den Einrichtungen, denen sie zumeist still und großzügig zur Seite stand", schrieb der Verlag.

Orth ist neue Doyenne des Burgtheaters

Orth ist seit Oktober 2014 Ehrenmitglied des Burgtheaters

Das Burgtheater in Wien hat nach dem Tod der Kammerschauspielerin Annemarie Düringer eine neue Doyenne als dienstälteste Repräsentantin. Die Aufgabe als "würdigste Vertreterin des Hauses und seines Ensembles" übernehme künftig die 78-jährige Elisabeth Orth, teilte das Burgtheater heute mit. Orth, die ältere Schwester von TV-Star Christiane Hörbiger, ist seit rund 50 Jahren an der renommierten Bühne. Sie hat zahlreiche wichtige Auszeichnungen erhalten, darunter die Kainz-Medaille, den Grillparzer Ring und den Liselotte Schreiner Ring.

Käßmann kritisiert Rückzug des "Charlie Hebdo"-Wagens

Evangelische Theologin spricht von "Selbstbeschränkung der Freiheit"

Margot Käßmann hat den Verzicht des Festkomitees des Kölner Karnevals auf den Mottowagen zum "Charlie Hebdo"-Anschlag kritisiert. Diese "Selbstbeschränkung der Freiheit" sei ein "Trauerspiel", schreibt Käßmann in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag". Unterdessen setzt das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" sein Erscheinen vorerst aus. Das Blatt werde in einigen Wochen wieder an den Zeitungskiosken ausliegen, schrieb die Redaktion auf ihrer Homepage. Die Mitarbeiter seien nach dem Anschlag am 7. Januar müde und erschöpft.

Neuer arabischer Nachrichtensender kurz nach Start offline

Sender sollte Alternative zu Al-Dschasira sein

Keine 24 Stunden nach Aufnahme des Sendebetriebs ist der neue arabische Nachrichtensender Alarab offline gegangen. Das Programm des in Bahrain angesiedelten Privatsenders des Milliardärs Al-Walid bin Talal wurde nach Angaben der Tageszeitung "Akhbar al-Khaleej" heute unterbrochen, nachdem Alarab ein Interview mit dem Oppositionspolitiker Khalil Marzouq ausgestrahlt hatte. Darin beanstandete der ehemalige Abgeordnete den Entzug der bahrainischen Staatsbürgerschaft für Regierungskritiker. Alarab selbst machte auf seinem Twitter-Kanal "technische und administrative Gründe" für die Störung verantwortlich. Auf dem Sender waren seit heute Morgen nur Werbespots für das eigene Medium zu sehen.

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