Reaktion auf Pisa-Ergebnisse: Mehr Unterricht an Bayerns Grundschulen

    Eine Lehrerin spielt Ukulele. Die Schülerinnen und Schüler singen.
    In Bayern soll es mehr Unterricht an Grundschulen geben, unter anderem im Fach Musik. © picture alliance / SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON
    Bayern will als Reaktion auf das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Bildungsstudie zusätzliche Unterrichtstunden in der Grundschule einführen. Gestärkt werden sollen die Fächer Mathematik, Deutsch, Sport und Musik, wie das Kultusministerium mitteilte. Die genaue Ausgestaltung der Schulpläne werde derzeit erarbeitet. Nach Angaben der "Augsburger Allgemeinen" sollen in den Jahrgangsstufen eins und zwei jeweils eine Stunde, in den Jahrgangsstufen drei und vier jeweils zwei Stunden zusätzlich pro Woche unterrichtet werden. Dafür würden in den kommenden zwei Jahren etwa 1.300 zusätzliche Lehrkräfte benötigt. Erst- und Zweitklässler haben in Bayern derzeit 24 Stunden Unterricht pro Woche, Dritt- und Viertklässler 28 Stunden. Das jüngste Pisa-Bildungsmonitoring hatte erhebliche Defizite der Schülerinnen und Schüler in Deutschland zutage gefördert. So erfüllten große Teile der 15-Jährigen nicht die Mindeststandards in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaften. Bayern hatte bereits auf das vorangegangene schlechte Pisa-Testergebnis reagiert und die Zahl der Unterrichtsstunden Deutsch und Mathematik in der Grundschule aufgestockt - allerdings zulasten anderer Fächer wie Musik, Kunst oder Englisch.