RBB-Intendantin verteidigt Kabarettist Dieter Nuhr wegen Femizid-Aussage

Dieter Nuhr hat mit Aussagen über Männer und Frauenmorde in seiner RBB-Satiresendung Kritik ausgelöst. Die Intendantin des RBB hat nun den Kabarettisten verteidigt und Forderungen nach Konsequenzen zurückgewiesen. Aus ihrer Sicht gehört es zur Demokratie, das auszuhalten, sagte RBB-Intendantin Ulrike Demmer in einer Rundfunkratssitzung, wie unter anderem die RBB-"Abendschau" berichtet. Bereits in der vergangenen Woche hatte der RBB mitgeteilt, in Satireformaten gelte es auch, die künstlerische Freiheit zu achten. Nuhr hatte in der Sendung "Nuhr XXL" vom 18. Juni unter anderem gesagt, "die Wahrscheinlichkeit, bei 300 bis 350 Femiziden pro Jahr auf einen Frauenmörder zu treffen", sei "praktisch null". Der RBB hat derzeit 325 Beschwerden wegen der Sendung erhalten.