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Studio 9 | Beitrag vom 29.10.2014

RaumfahrtNasa-Rakete explodiert nach dem Start

Menschen kommen nicht zu Schaden

Von Marcus Pindur, Studio Washington

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Raumfrachter "Cygnus" explodiert beim Start (picture alliance / dpa / Nasa Tv / Handout)
Raumfrachter "Cygnus" explodiert beim Start (picture alliance / dpa / Nasa Tv / Handout)

Nur wenige Sekunden nach dem Start im Bundesstaat Virginia verwandelte sich der unbemannte Raumfrachter Cygnus in einen Feuerball. Er sollte für Materialnachschub auf der ISS sorgen. Es gibt verschiedene Vermutungen, was der Grund für die Explosion gewesen sein könnte.

Es war der erste Start der modifizierten Antares-Rakete. Die unbemannte zweistufige Rakete war mit einem neuen, stärkeren Motor ausgestattet worden. Das Unglück ereignete sich sechs Sekunden nach dem Abheben von der Startanlage Wallops Flight Facility im Bundesstaat Virginia.

Ed Encino ist Reporter der Baltimore Sun und hat den Start mit tausenden anderen Zuschauern aus cirka 5 Kilometern Entfernung verfolgt:

"Zunächst dachte ich, alles läuft gut. Der ganze Himmel war erleuchtet, als die Rakete startete. Wenige Sekunden nach dem Start leuchtete ein großer Feuerball auf und ich wusste, dass etwas schiefgegangen war. Dann hörte man eine unglaublich laute Explosion und die Abschussrampe war auf einer Breite von ungefähr hundert Metern in Flammen gehüllt."

Nachschub für die Raumstation

Menschen sind bei dem verunglückten Weltraumstart nach Angaben der Nasa nicht ums Leben gekommen oder verletzt worden. Der Raumfrachter des privaten Unternehmens Orbital Sciences sollte etwa zwei Tonnen Material zur internationalen Raumstation ISS bringen. Darunter waren nach Angaben der Nasa als geheim klassifizierte elektronische Instrumente, aber auch etwa 600 Kilo Nahrungsmittel und Trinkwasser für die Astronauten an Bord der ISS.

Der ehemalige Nasa-Astronaut Leroy Chiao vermutet einen mechanischen Fehler.

"Wahrscheinlich war etwas mit den Treibstoffleitungen oder dem Raketenmotor nicht in Ordnung. Das ist jetzt für die Crew auf der ISS natürlich ein Problem. Ich kann mich daran erinnern, dass uns zu meiner Zeit einmal fast die Vorräte ausgegangen wären und wir kurz davor standen, zurückfliegen zu müssen."

Daten über das Unglück sammeln

Die Nasa teilte über Twitter mit, man sei dabei, Daten über das Unglück zu sammeln. Die amerikanische Weltraumbehörde hatte 2011 ihr Shuttle-Programm beendet. Mit dem Cygnus-Transporter wollten sich die USA bei der Versorgung der ISS unabhängig von russischen Sojus-Flügen machen. Im Rahmen des knapp zwei Milliarden Dollar schweren Vertrags sollte es bis 2016 mindestens sieben weitere Flüge geben.

Mehr zum Thema:

Raumfahrt - Raumfrachter "Cygnus" explodiert beim Start
(Deutschlandfunk, Aktuell, 29.10.2014)

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