Raubkunst: Versteigertes Pissaro-Gemäldes muss restituiert werden

    Zwei Mitarbeiter halten während des Fototermins im Auktionshaus Sotheby’s in London das Gemälde „Darse de peche et bassin Duquesne, Dieppe, apres-midi ensoleillee“ des verstorbenen französisch-dänischen Malers Camille Pissarro.
    Camille Pissarro "Darse de pêche et bassin Duquesne, Dieppe, après-midi ensoleillée" © AFP / JUSTIN TALLIS
    Der Verkauf eines Raubkunstgemäldes durch das Auktionshaus Sotheby's muss rückabgewickelt werden. Ein französisches Gericht entschied, dass das Werk an die Erben des jüdischen Bankiers und Kunstsammlers Salomon Flavian zurückgegeben werden muss. Es geht um ein Gemälde von Camille Pissarro von 1902, das eine Hafenstadt im Westen Frankreichs zeigt. Das impressionistische Werk war 2024 von Sotheby's London für umgerechnet fast 1,5 Millionen Euro versteigert worden. Zwar sollen zuvor zwei der Nachkommen von Salomon Flavian dem Verkauf zugestimmt haben. Aber sieben weitere Verwandte hatten anschließend dagegen geklagt, dass sie nicht gefragt worden waren. Das Bild gehörte bis 1941 dem in Paris lebenden Bankier, der eine große Kunstsammlung besaß.