Rapper ohne Bühne

17.10.2010
MC Gaza rappt über das Leid in Gaza, den Wunsch nach Frieden und seine Sehnsucht nach Freiheit - aber er tut das nur im Privaten. Denn die regierende Hamas hat ihm das öffentliche Auftreten verboten. Rap gilt für sie als westlicher Import und dessen Wortkunst entspricht nicht ihren Moralvorstellungen. Für die überwiegend junge Bevölkerung wird damit ein weiteres kreatives Ventil zugedreht. Teilweise sogar mit Gewalt.
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Auberge Espagnole
Barcelona ist eine jener Städte, die unter dem Trendy-City-Dilemma leiden: Wer die Stadt liebt, kann sie sich eigentlich nicht leisten. Trotz Krise sind die Mieten immer noch so hoch, dass sie ein riesiges Loch in das Budget all der Studenten, Kreativen und Langzeittouristen reißen. So hat sich eine lukrative Schattenwirtschaft herausgebildet: Wer eine Wohnung hat, vermietet unter. Und der Untervermieter vermietet natürlich selbst weiter unter.

Riesenrad im Dornröschenschlaf
Mitten im Plänterwald, im Osten Berlins, schlummert der Spreepark vor sich hin. Wildwasserbahn, Achterbahn und Schwanenboot-Flotte waren zu DDR-Zeiten Attraktionen für die ganze Familie. Jetzt sind sie Ruinen. Seit der Spreepark im Jahr 2001 pleite ging, liegt er im Dornröschenschlaf. Vor zwei Monaten wurde der ehemalige Vergnügungspark kurz mal von einem Technofestival wachgeküsst. Allerdings nur, um gleich danach wieder in einen tiefen Schlummer zu fallen.

Unsterblich dank Tattoo
Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer der türkischen Republik, ist zwar seit 72 Jahren tot. Aber unter jungen Türken ist er zurzeit schwer angesagt. Istanbuler Tatoo-Studios melden einen Ansturm von Kunden, die sich die berühmte Unterschrift Atatürks - oder gleich sein ganzes Porträt - tätowieren lassen wollen. Und zwar am liebsten auf den Unterarm – dorthin, wo es jeder sieht. Denn je stärker der türkische Ministerpräsident Erdogan und seine islamisch-konservative AKP werden, desto deutlicher wollen auch die säkularen Anhänger Atatürks Farbe bekennen.