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Studio 9 | Beitrag vom 22.07.2019

Rapper in schwedischer U-HaftTrump bemüht sich um Freilassung von ASAP Rocky

Von Julia Kastein

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Asap Rocky sitzt bereits seit gut zwei Wochen in Schweden in Untersuchungshaft. (picture alliance / ZUMA Press / Nancy Kaszerman)
Asap Rocky sitzt bereits seit gut zwei Wochen in Schweden in Untersuchungshaft. (picture alliance / ZUMA Press / Nancy Kaszerman)

Die Festnahme des Rap-Stars ASAP Rocky in Schweden ist jetzt ein Fall fürs Weiße Haus. Auf Drängen seiner Frau hat sich Trump persönlich für den 30-jährigen Rapper eingesetzt. Der sitzt nach einer Schlägerei in Stockholm in Untersuchungshaft.

Eigentlich sollte ASAP Rocky an diesem Wochenende in Deutschland sein, als Headliner beim Open-Air-Festival Melt in Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt. Stattdessen sitzt der Rapper seit dem 3. Juli im Gefängnis. Die schwedische Justiz ermittelt nach einer Schlägerei wegen schwerer Körperverletzung gegen den Musiker.

Trump will die Kaution übernehmen

Am Wochenende schaltete sich US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich in die Affäre ein: Auf Twitter erklärte er, er habe mit dem schwedischen Premierminister telefoniert und angeboten, die Kaution für ASAP Rocky zu übernehmen.

Er selber habe ASAP gar nicht gekannt, hatte Trump zuvor im Weißen eingeräumt. Melania habe ihm von ihm erzählt. Und die bestätigte auf Trumps Drängen, dass sie mit dem US-Außenministerium zusammenarbeite, um ASAP schnell nach Hause zu bringen.

Die schwedische Regierung bestätigte das Telefonat mit Trump und versicherte: ASAP Rocky werde genauso behandelt wie alle anderen Verdächtigen auch. Demnach soll der Instagram-Star mit über einer Million Anhängern noch bis mindestens Donnerstag dieser Woche in U-Haft bleiben. Es bestehe Fluchtgefahr.

Zuhause erntete Trump Lob von einigen Stars für sein Engagement für den Afro-Amerikaner. Kim Kardashian bedankte sich per Twitter. Genau wie Justin Bieber: "Finde ich gut, dass du ihm hilfst", schrieb der Popstar. "Ich will, dass mein Freund frei kommt." Und fügte in Anspielung auf die an der mexikanischen Grenze inhaftierten Flüchtlings-Kinder hinzu: "Und wenn du gerade dabei bist, kannst du nicht auch gleich die Kinder aus den Käfigen rauslassen?"

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