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Interview / Archiv | Beitrag vom 22.08.2005

Ranke-Heinemann lobt Benedikt XVI.

Katholische Theologin hält Aufhebung des Zölibats für möglich

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Papst Benedikt XVI. hält eine erste Rede am Flughafen Köln/Bonn. (AP)
Papst Benedikt XVI. hält eine erste Rede am Flughafen Köln/Bonn. (AP)

Die katholische Theologin Uta Ranke-Heinemann hat den Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. positiv bewertet. Der erste Auslandsbesuch des Papstes stehe im starken Kontrast zu den Auftritten des früheren Papstes Johannes Paul II., sagte Ranke-Heinemann im Deutschlandradio Kultur.

Mit dem neuen Papst sei eine revolutionäre Veränderung in der katholischen Kirche möglich. Ranke-Heinemann wörtlich: "Ich halte es für möglich, dass dieser erste deutsche Papst 500 Jahre nach Luther im Lande Luthers den Zölibat aufhebt. Ratzinger ist einer, der sich belehren lässt – er ist ein Gelehrter. Das unterscheidet ihn total von Johannes Paul II."

Eine Aufhebung des Zölibats würde die Rolle der Frauen innerhalb der katholischen Kirche verändern. Die katholische Theologin ist davon überzeugt, dass dann auch Frauen Pfarrerin werden könnten. Ranke-Heinemann weiter: "Alle Hirten sind Männer, alle Frauen Schafe – das bleibt zwar immer noch so, aber wenn jetzt die Hirten anfangen zu heiraten, dann sieht man Frauen schon mal nicht nur mit dem Staubsauger. Bisher kommt sie ja in der katholischen Kirche ja nur mit dem Staubsauger nach oben. Das wäre dann schon etwas besser."

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