Qualität darf kein Glücksfall sein

In der Kinderkrippe © AP
Von Barbara Leitner · 20.10.2008
Hochkonzentriert und wacklig zugleich gießt ein Zweieinhalbjähriger die Milch aus dem Tetrapack in seine Tasse, während ein Mädchen in Zweiwortsätzen von der Arbeit seines Vaters erzählt. Alltägliche Lernsituationen für Krippenkinder, begleitet von der Erzieherin. Doch in Deutschlands Krippen werden nicht nur drei bis fünf Kinder von einer Fachkraft betreut, wie international empfohlen wird. Oft sind es sieben, acht oder mehr.
Zwar wird überall im Land die Kinderbetreuung ausgebaut, doch es drohen die gleichen Fehler wie beim Ausbau der Kindergärten vor zehn Jahren: Den quantitativen Zielen wird die Qualität geopfert. Noch ist das Personal für die Arbeit mit den Jüngsten ungenügend ausgebildet, auch mangelt es an fachlichen Konzepten und zu wenige Kinder mit Migrationshintergrund oder geringer Bildung der Eltern gehen in die Krippe, dabei könnten sie besonders davon profitieren. Außerdem fehlen bereits heute Erzieherinnen und Erzieher für den finanziell wenig attraktiven Beruf.

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