Seit 15:30 Uhr Tonart

Donnerstag, 25.04.2019
 
Seit 15:30 Uhr Tonart

Fazit / Archiv | Beitrag vom 05.08.2009

"Public Enemies"

Jörg Taszmann über einen US-Streifen

Podcast abonnieren
Szene aus "Public Enemies" in der Hauptrolle mit Johnny Depp (Universal Pictures International Germany)
Szene aus "Public Enemies" in der Hauptrolle mit Johnny Depp (Universal Pictures International Germany)

Der Bankräuber John Dillinger, dargestellt von Johnny Depp, war in den 30er-Jahren der meistgesuchte Mann Amerikas. Seine Flucht vor der Polizei wird im Spielfilm "Public Enemies" inszeniert.

USA 2009, Regie: Michael Mann, Darsteller: Johnny Depp, Christian Bale, Marion Cotillard, Billy Crudup, ab 12 Jahren, 140 Minuten

Michael Mann ist der Schöpfer der Kultserie "Miami Vice" und auch im Kino bisher vor allem durch die Eleganz seiner Inszenierungen aufgefallen. Gangster und Kriminelle, vor allem aber Außenseiter interessieren den Amerikaner ebenso wie die Gesetzeshüter und Polizisten auf der anderen Seite.

Nun hat Michael Mann dem legendären Bankräuber John Dillinger ein filmisches Denkmal gesetzt, der 1933 zum Staatsfeind Nummer eins erklärt wurde, gerade auch weil er in der Bevölkerung als angeblicher Gentleman-Gangster ein hohes Ansehen genoss. Dillinger und seine Bande wurden als erste Kriminelle vom neugegründeten FBI mit ebenso "modernen" wie fragwürdigen Methoden (Abhören, Verhaftung von Angehörigen, Folter) verfolgt und überführt.

Regisseur Michael Mann ist nicht ganz so in Bestform wie bei seiner meisterhaften Parabel "Heat" beweist aber dennoch, dass er es versteht Action, soziales Flair und eine überzeugende Psychologisierung seiner Figuren in seinem Werk zu vereinen. Mit Johnny Depp in der Hauptrolle und seinem FBI-Gegenspieler Christian Bale sind auch zwei der charismatischsten unangepassten Stars endlich in einem Film zu sehen. Die schöne Französin Marion Cotillard (Piaf-La vie en rose) darf dafür als "love interest" herhalten.


Filmhomepage: "Public Enemies"

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsEmpfehlung für Trockenrasen
Ausgetrocknete Erde eines ehemaligen Ackers mit Trockenrissen in Israel (imago stock&people / blickwinkel M. Schaef)

Die Feuilletons sorgen sich um die Trockenheit. Sei es die düstere Aussicht auf einen besonders regenarmen Sommer in Deutschland, der trockene Humor von Shakespeare oder einfach die Empfehlung der "TAZ" für Trockenrasen.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 14Der Stoff, aus dem der Osten ist
Szene aus "Düsterbuschs City Lights" am Theater Magdeburg (Theater Magdeburg)

Von einer Magdeburg-Reise kommen wir mit Fragen zurück: Welche Themen interessieren 30 Jahre nach dem Mauerfall das Publikum in den neuen Bundesländern? Muss man hier anders Theater machen? Und warum fallen Kritiken oft anders aus als Zuschauerreaktionen?Mehr

Folge 13Konfetti und Konflikte
Bühnenbild von Katrin Brack für „Immer noch Sturm“ am Thalia Theater Hamburg (Armin Smailovic)

Konfetti, Nebel und Schaumstoffquader: In Folge #13 des Theaterpodcasts schauen wir auf die Bühnenbilder von Katrin Brack und fragen am Beispiel der Bühnen Halle, wie viel Experimente das Stadttheater verträgt.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur