Seit 10:05 Uhr Lesart
Donnerstag, 25.02.2021
 
Seit 10:05 Uhr Lesart
Tagesprogramm Samstag, 10. August 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Zu zweit allein
Eine Lange Nacht über Lotte Lenya und Kurt Weill
Von Beate Bartlewski
Regie: Claudia Mützelfeldt
(Wdh. v. 1./2.12.2007)

Als Lotte Lenya und Kurt Weill sich 1924 begegneten und sich sofort ineinander verliebten, war das der Beginn einer turbulenten Beziehung eines denkbar ungleichen Paares. Er, der hochgebildete, aufstrebende Komponist aus einer jüdisch-deutschen Kantorenfamilie, angetreten die Oper zu erneuern, und sie, die Tänzerin und Schauspielerin, in Wien in ärmlichsten Verhältnissen mit einem prügelnden Vater aufgewachsen. Weill war von ihrer Stimme fasziniert und schrieb ihr Rollen auf den Leib. Das war ihr nicht genug. “Aber Liebling, Du kommst doch direkt nach meiner Musik”, entgegnete er ihr ahnungslos. Für ihn eine Liebeserklärung, für sie zu wenig, um die in ihrer Kindheit erlittenen Defizite auszugleichen. Sie stürzte sich in zahlreiche Affären. Aber trotz wiederholter Trennungen auf ihren Stationen von Berlin über Frankreich nach Amerika riss das Band zwischen beiden nie ab, denn sie brauchten einander elementar. Sie war für ihn Lebenselixier und er für sie der liebende Vater, den sie nie hatte. Als Weill auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit nur 50 Jahren starb, war Lenya am Boden zerstört. Einzig der Gedanke, für seine Musik zu kämpfen, hielt sie am Leben. So kam es zur Weill-Renaissance in Europa, und Amerika lernte erst durch sie den europäischen Weill kennen. Paradoxerweise machte die Musik ihres Mannes, die für sie zu seinen Lebzeiten eine unüberwindliche Konkurrenz darstellte, Lotte Lenya nach seinem Tod zur eigenständigen Künstlerin.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Musical Time
Jerome Kern
"The Land Where The Good Songs Go"
Liedtexte: Wodehouse, B.G. DeSylva, Dorothy Fields, Ira Gershwin, Oscar Hammerstein II, Otto Harbach, Clifford Harris, Edward Laska, James O’Dea, Gene Buck und Herbert Reynolds
Arrangements/Orchestrierungen/Dirigat/Musikalische Leitung: David Loud
Mit Rebecca Luker, Matthew Scott, Kate Baldwin, Philip Chaffin, Heidi Blickenstaff und Graham Rowat
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Die französische Schriftstellerin und Widerstandskämpferin Charlotte Delbo geboren

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

06:23 Wort zum Tage

Pfarrerin Marianne Ludwig

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Jasmin für Nr. 5
Ernte im französischen Grasse
Von Bettina Kaps

Die Parfumindustrie kann heute fast jeden natürlichen Duftstoff künstlich herstellen. Deshalb wurde der Anbau von Parfumpflanzen in Frankreich weitgehend eingestellt. Aber einige Luxushäuser wollen an den ursprünglichen Rezepten ihrer berühmten alten Parfums festhalten, daher können und wollen sie nicht ganz auf natürliche Rohstoffe verzichten. So lässt Chanel die Pflanzen für seine Jasmin-Essenz immer noch in der alten Parfümstadt Grasse anbauen. Die Blütenernte hat Anfang August begonnen, sie dauert bis Oktober. Bettina Kaps war für die Reportage dort.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"Forest: the Nature of Crisis" der Choreographin Constanza Macras im Berliner Müggelwald
Von Elisabeth Nehring

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54

09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

Euro-Krise: Haben wir das Schlimmste hinter – oder noch vor uns?
Martin Steinhage im Gespräch mit dem neuen DIW-Präsidenten Marcel Fratzscher.

Der neue DIW-Präsident Marcel Fratzscher wird nicht müde, den umstrittenen Euro-Rettungskurs der Europäischen Zentralbank zu verteidigen: Es sei gerade in deutschem Interesse, wenn die EZB unbegrenzt Anleihen von Krisenländern kaufe, um die Gemeinschaftswährung zu stützen. Skeptiker warnen dagegen, EZB-Chef Draghi treibe ein hochgefährliches Spiel.

Wie riskant ist die Politik der Europäischen Zentralbank? Wie steht es um die Krise der Währungsunion: Haben wir das Schlimmste hinter – oder noch vor uns? Was kommt auf die deutschen Steuerzahler beim nächsten Schuldenschnitt in Griechenland zu? Und wie können die krisengeplagten Staaten der Euro-Zone jemals wieder auf die Beine kommen?

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
Die Sache mit dem Altwerden
Von Ursel Böhm
Moderation: Patricia Pantel

Was wäre ein Leben ohne Oma und Opa? Auf alle Fälle um einiges ärmer! Oft haben Kinder, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben, einen besonders
guten Draht zu ihren Großeltern, die zumindest schon viel Leben hinter sich haben. Radioautorin Ursel Böhm begleitet Enkel und ihre Großeltern – in der Stadt und auf dem Land, in den imaginären Hühnerstall und ins Altenheim. Sie lässt sich Geschichten von heute und damals erzählen und versucht, die Sache mit dem Altwerden zu ergründen: wie wird man heute alt und was haben Kinder für Vorstellungen vom Alter. Und vielleicht haben wir dann am Ende auch eine Antwort auf die Frage, was die oft so innige Beziehung von Großeltern zu ihren Enkeln ausmacht. Und natürlich umgekehrt! Alles garantiert aus der Sicht von Jung und Alt.

Ursel Böhm ist Journalistin und Autorin, absolvierte in Stockholm das Studium der Kinderkultur, und arbeitet nun seit einigen Jahren beim BayerischenRundfunk. Entweder ist sie irgendwo als rasende Reporterin unterwegs, oder sie schreibt Geschichten für Kinder, in denen auch manchmal die eine oder andere Großmutter vorkommt.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Der Glanz der Erinnerung
Buckow in der Märkischen Schweiz
Von Sabine Korsukéwitz

Kopfsteinpflaster, immer wieder unsanierte Fassaden, ein Antiquariat, ein kleiner Lebensmittelladen: perfekte Kulisse für Filmemacher und Fotografen, die auf der Suche nach Bildern aus der ostdeutschen Provinz sind oder DDR-Filme drehen wollen. Keine Supermärkte, kein Gewerbegebiet. Als wäre die Zeit stehengeblieben. Die Rosenstöcke an den Häusern sind Ableger der Pflanzen, die einst für hochherrschaftliche Parks gezüchtet wurden. Doch hinter den idyllisch-maroden Kulissen hat sich die Eigenheit der Buckower bewahrt, die sich gegen unsinnige Modernisierung und Großprojekte wehrten – und dadurch Neubürger lockten, vor allem Künstler und Individualisten. So entstanden ein Kino, ein Theater, es gibt Lesungen, Ausstellungen und den Heartfield-Verein. Die Zeit in der alten Kurstadt blieb nicht stehen. Aber sie hat hier einen behutsamen und leisen Wandel erfahren.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

Ich bin neugierig auf den Himmel.
Philipp Gessler im Gespräch mit dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch

Buddhismus 2.0? -
Die Attraktivität einer alten Religion im modernen Westen
Von Ursula Reinsch

Die Achtsamkeit -
Ein missbrauchter Modebegriff im Buddhismus
Von Gunnar Lammert-Türk

Zazen im Gemeindehaus -
Warum sich die katholische Kirche mit Zen-Meditation häufig immer noch schwer tut
Von Christian Röther

Moderation Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Lyriksommer
Spaziergang zu allen Jahreszeiten
Reiner Kunze liest Gedichte aus dem Band "ein tag auf dieser erde"

Für Reiner Kunze, der am 16. August 80 Jahre alt wird, ist das Gedicht "der Blindenstock des Dichters", seine Verse entstehen abseits von den "Wühltischen der Sprache". Wer eine seiner Lesungen erlebt hat, wird die leise, eindringliche Stimme nicht vergessen. Wort für Wort nimmt er seine Zuhörer mit in heimatliche und ferne Landschaften, lässt sie teilhaben an seinen ungewöhnlichen Beobachtungen, an musischen Erlebnissen und poetischer Selbstvergewisserung. In seinen Gedichten spricht er mal liebevoll zärtlich, mal nüchtern wägend vom "Frösteln der Seele" und von geliebter Liebe, vom Wunsch, die Dinge zu erkennen oder davon, "die Welt zu enthassen". Aber auch die "samtene Revolution" in Prag und die Mauer werden thematisiert. Für sein beeindruckendes lyrisches, essayistisches und erzählendes Werk erhielt Reiner Kunze bedeutende Literaturpreise wie den Georg-Büchner-Preis, den österreichischen Georg-Trakl-Preis und den Friedrich-Hölderlin-Preis.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Sternenkind
Das (kurze) Leben der Lilli Lion
Von Karla Krause
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Claudia Eisinger, Jan Uplegger, Karla Krause
Ton: Martin Seelig
Produktion: HR/WDR 2012
Länge: 52‘49

Diagnose Turnersyndrom – die Ärzte sind sich einig, dass das Kind die Schwangerschaft nicht überleben wird. Doch das Kind stirbt nicht. Was tun?

Keine Überlebenschance – die Ärzte sind sich einig: Turnersyndrom, schwerste Herz- und Nierenschäden. Kathrins und Walters Kind, sie nennen es Lilli, wird die nächsten Wochen der Schwangerschaft nicht überstehen. Doch Lilli stirbt nicht. Was tun? Das Kind im Bauch beherbergen, bis es sich von selbst verabschiedet? Die aussichtslose Schwangerschaft schnell beenden? Und wenn das Kind doch zur Welt kommt, schwerstbehindert? Das Feature folgt den dramatischen Monaten der Schwangerschaft mit einem behinderten Kind und verdeutlicht das Dilemma einer pränatalen Medizin, die immer genauer diagnostizieren, aber nicht therapieren kann.

Karla Krause war Produzentin, Redakteurin, Dramaturgin für Film und Fernsehen. Seit 2002 Autorin von Radiofeatures. Zahlreiche Preise. Zuletzt Robert-Geisendörfer-Preis 2012 für: "Von einem, der auszog, den Tod nicht zu fürchten – Geschichten vom Leben und Sterben" (Deutschlandradio Kultur 2011).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 19.06.2013

Giuseppe Verdi
"Attila"
Oper in einem Prolog und drei Akten
Libretto: Temistocle Solera und Francesco Maria Piave
nach Zacharias Werner
Konzertante Aufführung

Attila - Roberto Tagliavini, Bass
Ezio - Dalibor Jenis, Bariton
Odabella - Ljudmyla Monastyrska, Sopran
Foresto - Massimo Giordano, Tenor
Uldino - Jörg Schörner, Tenor
Leone - Ante Jerkunica, Bass
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Leitung: Pinchas Steinberg

ca. 20.15 Pause mit Nachrichten

Giuseppe Verdi durchforstete auf seiner lebenslangen Suche nach „neuen, großen, schönen, abwechslungsreichen, kühnen Stoffen“ auch die Dramen der deutschen Romantiker, vier Mal wurde er bei Schiller fündig. Auch Grillparzers Schicksalsdrama „Die Ahnfrau“, auf das schon Beethoven aufmerksam geworden war, kam in seinen Fokus. Wie Beethoven drang Verdi auch zu Zacharias Werner, dem vergessenen Erfinder des Schicksalsdramas, und dessen „Attila, König der Hunnen“, vor. Nicht das Schicksalhafte daran zog ihn an, sondern das Mystische, Imaginäre, Traumverlorene. Auch die politische Dimension – Werner zog Parallelen zwischen Attila und Napoleon, allerdings ohne sich um historische Details zu kümmern. Die größte Kühnheit des Stücks ist im imaginären Aufeinandertreffen Attilas mit Papst Leo, im Personenverzeichnis „Leone, ein alter Römer“, am Ende des ersten Aktes erreicht. In einer Traumszene ahnt Attila den unbeugsamen Widerstand der Römer voraus und als aus dem Traum Wirklichkeit wird, glaubt er riesenhafte Gestalten mit flammenden Schwertern am Himmel zu sehen. Das Libretto leidet etwas unter seiner eiligen Herstellung abwechselnd durch die beiden wichtigsten Mitarbeiter des frühen Verdi, Francesco Maria Piave und Temistocle Solera. Von Giftmischerei bis zum Tod des Negativ-Helden durch das Schwert einer Frau ist jedoch alles enthalten, was ein italienisches dramma lirico jener Zeit bieten kann: unendliche Gelegenheiten zur Entfaltung musikalischer Augenblicke.

22:00 Uhr

Die besondere Aufnahme

Valentin Silvestrov
Naive Musik – Walzer und Kitschmusik

Elisaveta Blumina, Klavier

Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011

22:30 Uhr

Erotikon

Lyriksommer
Liederliche Gedichte – Erotik in Versen
Gelesen von Simone Kabst und Bernhard Schütz
(Wdh. v. 03.10.2009)

Mit Gedichten u.a. von Rolf Dieter Brinkmann, FC Delius, Erich Fried, Ulla Hahn, Sarah Kirsch, Günter Kunert, Paul Wühr

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

August 2014
MO DI MI DO FR SA SO
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