Donnerstag, 25.02.2021
 
Tagesprogramm Sonntag, 4. August 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Lyriksommer
König Ohneland
Peter Hacks – zehn Kapitel über den letzten Dandy der deutschen Literatur
Von Dagmar Just
(Wdh. 23.03.2008)

Ein Denk-Mal aus Thesen und Tönen für den König ohne Volk und ohne Land

Peter Hacks war der größte Theaterdichter und Lyriker der Deutschen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - nach eigener Aussage. Tatsächlich veröffentlichte er in den fünfzig Jahren seines Künstlerlebens fast jedes Jahr ein neues Bühnenstück. Darunter Welterfolge, Legenden, verbotene Gegenwartsdramen und Bühnenschmankerln, die jahrzehntelang ihren festen Platz im Repertoire der Theater von Ost und West hatten. Seine Lyrik stand in den Schulbüchern. Die Liebesgedichte gehören zu den schönsten der deutschen Sprache. Manche sind vertont und werden bis heute von Operndiven, Rocksängern, Volksmusikanten und Schauspielern gesungen. Als er in seinem Todesjahr seinen letzten Gedichtband „Tamerlan in Berlin" herausbrachte, war er 75, aber keine Spur von altersweiser Versöhnlichkeit. Sein Testament waren Brandraketen. Die öffentlichen Bibliotheken ehrten das Werk, indem sie es, wie einst den Nietzsche, in ein separates Kabinett - Zutritt nur für Mitarbeiter - verbannten. Dieser Dichter, der den Mut hatte, eine Karriere im Westen aufzugeben für einen Traum von einer anderen Welt und an der Schönheit dieses Traums festhielt, als alle anderen das sinkende Schiff schon verlassen hatten, war ein Gentleman und ein Genie, ein Snob und Stalinist, ein Träumer und gefürchteter Polemiker, ein poetischer Moralist und unwiderstehlicher Frauenkenner.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

2254

Nachtgespräche am Telefon
0 08 00.22 54 22 54
Snowden in Russland – ein Sieg für den Rechtsstaat?
Moderation: Kirsten Lemke

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Uwe Golz

Nächte sind – eigentlich – die Ruhepole des Lebens. Manchmal! Ein Meister der musikalischen Entschleunigung ist der Singer/Songwriter Scott Matthew, der zu einer Stippvisite im Lounge-Studio war. Sein aktuelles Album „Unlearned“ ist eine wunderbare Sammlung ganz persönlicher Coverversionen, angelegt zwischen Nat ‘King‘Cole, Whitney Houston und Kris Kristofferson. Höhepunkt seines Besuchs waren die drei Songs, die er exklusiv für die Tonart Lounge spielte.
Und weil Coverversionen schön, aber auch unterirdisch sein können, bleiben wir dem Thema bis 5 Uhr treu. Das Motto: Wir entblättern die Cover! Coole Sounds für heiße Nächte.

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Carsten Beyer

05:55 Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: In der Bundesrepublik wird der "Kanzelparagraph" aufgehoben, der Geistlichen politische Äußerungen im Amt untersagte

06:00 Nachrichten

06:56 Uhr

Wort zum Tage

Alt-Katholische Kirche

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Falsche Freunde
Von Pfarrer i.R. Rainer Stuhlmann
Evangelische Kirche

Der Beitrag zum Israelsonntag nimmt die Sympathisanten Israels und Palästinas außerhalb des Landes in den Blick. Und stellt fest: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut. Das erschließt sich dem Autor, der von Israel und Palästina aus auf die jeweilige Sympathisanten-Szene in Deutschland blickt. Er stellt fest: Nagba-Ausstellung und Israel-Boykott schaden Palästina mehr als sie nützen. Und Kritiklosigkeit tut Israel nicht gut, trotz ihrer historischen und theologischen Verankerung. Beobachtungen eines Deutschen und Christen zwischen den Stühlen.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Wochenrückblick
Moderation: Tim Wiese

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Aus den Archiven

Klassik-Pop-et-cetera
Mit Georges Moustaki
DLF 1980/1997
Vorgestellt von Olaf Kosert

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Themen der Woche

09:20 Album der Woche

09:30 Kulturnachrichten

09:33 Buchkritik

09:40 Album der Woche

09:55 Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: In der Bundesrepublik wird der "Kanzelparagraph" aufgehoben, der Geistlichen politische Äußerungen im Amt untersagte

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Radiofeuilleton

10:05 Thema

10:15 Sonntagsrätsel

10:50 Musik

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Kino und Film

11:05 Thema

11:20 Radiofeuilleton - Kino und Film

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Radiofeuilleton - Kino und Film

11:37 Radiofeuilleton - Kino und Film

11:40 Radiofeuilleton - Kino und Film

11:53 Buchkritik

11:59 Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Lesart

Das politische Buchmagazin

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Die Reportage

13:30 Uhr

Neonlicht

Das Großstadtmagazin
Stechen, wohnen (oder auch nicht), singen
Das Neonlicht dieser Woche tänzelt ein bisschen: zwischen Wien, Barcelona und Berlin. Für die Musik sorgt dabei ein Laptop-Orchester, die Orientierung übernehmen Menschen, die auf der Straße leben. Und ein bisschen Schämfaktor ist auch dabei, das liegt an der Gluthitze der vergangenen Tage – bei solchen Temperaturen lassen sich Jugendsünden einfach nicht mehr verbergen.

Die Sonne bringt's ans Licht
Ganz früher, vor langer Zeit, da waren Tätowierungen ausschließlich was für Rockmusiker, Knastbrüder und Hafenarbeiter. Das hat sich längst geändert. Inzwischen ist das Tattoo längst zum Massenphänomen geworden. Jeder vierte Deutsche, das haben jüngste Zählungen ergeben, trägt bereits mindestens ein solches gestochenes Bild am Körper – meistens an einer versteckten Stelle. Aber im Sommer, wenn die Leute wieder kurz tragen, kommen sie fast alle zum Vorschein. Unserem Reporter geht das unter die Haut.
Von Frank Schlegel

Mittendrin statt nur dabei
Obdachlose, die mit Studierenden zusammen in einer WG wohnen - in Wien wird seit kurzem genau das ausprobiert. „VinziRast Mittendrin“ heißt das neue Wohnprojekt in einem stilvoll sanierten Altbau in unmittelbarer Uni-Nähe. Das Haus finanziert sich über Sponsoren und Spenden. So muss man sich nicht reinreden lassen, sagt die Gründerin zur Politik ihres Hauses.
Von Alexander Musik

Querstadtein in Berlin
Wer in Berlin klassisches Sightseeing macht, der lernt bei einer Stadtführung Historie und Sehenswürdigkeiten der City kennen. Geführte Touren durch eine Hauptstadt kann man mittlerweile auch joggend machen oder auf den Spuren der Dichter wandelnd. In Berlin ist jetzt eine neue ungewöhnliche Art dazu gekommen, die Hauptstadt kennen zu lernen. Das gemeinnützige Projekt „Querstadtein“ bietet Stadtführungen von Obdachlosen an. Klischees haben dabei keine Chance.
Von Silke Mehring

Klick-Arien
Blockflöte, Gitarre und dann den Unmusikalischsten an die Triangel, das war gestern. Im 21. Jahrhundert wird Musik mit dem Computer gemacht. Ganz konsequent geht dabei die katalanische Hochschule für Musik in Barcelona vor: hier musiziert das Laptop-Orchester!
Von Julia Macher

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag für Kinder
Haifischflossensuppe
Von Maraike Wittbrodt
Ab 8 Jahren
Regie: Klaus-Michael Klingsporn
Komposition: Frank Merfort
Mit: Kevin Arand, Carla Hagemann, Axel Wandtke, Michael Kind, Antje von der Ahe, Peter Drescher u. a.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007
Länge: 42'04
Moderation: Tim Wiese

Emil läuft von Zuhause weg, weil sein Vater die Ferienreise abgesagt hat und arbeitet.

Emil ist 9 Jahre alt und lebt allein mit seinem Vater. Heute packt er den Koffer für die Urlaubsreise. Begeistert schwärmt er vor seiner Freundin Lotte: „Es wird ein wunderbarer Urlaub, ich werde einen Tauchlehrgang machen mit meinem Vater und dabei kleine Katzenhaie beobachten!" Haie interessieren Lotte und Emil sehr. Gemeinsam haben sie einen Flyer gegen das Haifischsterben geschrieben. Noch schnell vor der Reise wollen sie ihn in der Stadt verteilen. Da kommt Emils Vater nach Hause und sagt die Reise ab, er hat keine Zeit. Er muss Haifischflossensuppe für eine chinesische Delegation besorgen. Emil ist so enttäuscht, dass er wortlos wegläuft. Der Vater muss sich sehr anstrengen, um ihn wiederzufinden.

Maraike Wittbrodt, geboren 1953 in Berlin, studierte Philosophie und Soziologie, arbeitet als Kinder- und Jugendtherapeutin. Sie schreibt Texte für Film und Hörfunk.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

"Neue Kraft fühlend"
Ludwig van Beethovens späte Streichquartette: Das Quartett a-Moll op.132
Gast: Frank Schneider
Moderation: Michael Dasche
(Wdh. v. 18.04.2010)

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Kein Platz für "Weiße Elefanten"
Das architektonische Erbe der Olympischen Spiele von London
Von Achim Nuhr

Früher hinterließen Olympische Sommerspiele nutzlose Prunkbauten. London wollte es besser machen. Sogenannte "Weiße Elefanten", im Englischen eine Redewendung für einen teuren Klotz am Bein, sollte es nicht geben. Kaum waren die Spiele im letzten Sommer beendet, begann ein gigantischer, auf Jahrzehnte angelegter Umbau. Das Ziel: bessere Lebensverhältnisse in fünf armen Stadtbezirken von East-London. Dafür wird z.B. das Olympische Dorf in ein Wohnviertel inklusive Sozialwohnungen verwandelt. Das Schwimmstadion, während der Spiele noch von hässlichen Stahlrohr-Tribünen verschandelt, wird erst jetzt zu einem schönen Schwimmbad für alle. Hilft das Olympia-Erbe, den Osten Londons nachhaltig zu verschönern?

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Fundstücke

Devil's Holiday – Swing Songs der 1930er- und 40er-Jahre vom Teufel
Moderation: DJ Swingin' Swanee

18:30 Uhr

Hörspiel

Lyriksommer
Zweisprachiges Hörspiel
Erzählung des Gleichgewichts 4: W
Von Jean Daive
Aus dem Französischen von Werner Hamacher
Funkeinrichtung und Regie: Ulrich Lampen
Komposition: Ulrike Haage
Mit: Jean Daive, David Bennent
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: DKultur 2012
Länge: 87’52

W ist die Aufschrift auf einem Paket, das angefüllt wurde mit stenographischen Erinnerungen. W, ein Gedicht, in dem sich jemand zur Sprache zu bringen versucht.

W. ist die Aufschrift auf einem Papierbündel und einem Paket, in dem eine störende Schwester, ein stummer Vater, eine entfernte Mutter auf die Post gebracht und verschickt werden, um vom Adressaten – einem Leser/Hörer – Stück für Stück einverleibt zu werden. W, ein gezahnter Buchstabe, ist sein Biss. Er richtet sich gegen alles, was W sonst noch ist oder andeutet: das Weiß, auf das es geschrieben ist, Wien als den Ort einer bestimmten, Psychoanalyse genannten Hör- und Sprechpraxis, das Weh, das mit der Sprache und mit ihrem Fehlen verbunden ist. W., das Gedicht, ein paraanalytischer Parcours, eine Übung in gehemmter Dissoziation, eine stenografische Erzählung von einem, der sich zur Sprache zu bringen versucht (und, da er viele ist, nur zu verschiedenen, geteilten und widersprüchlichen Sprachen kommen kann).

Jean Daive, 1941 in Bonsecours geboren, Lyriker, Romancier, Übersetzer. War Redakteur bei France Culture. Lebt in Paris.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Rheingau Musikfestival
Live aus dem Fürst-Metternich-Saal im Schloss Johannisberg

Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate für Klavier A-Dur KV 331

Fazıl Say
Streichquartett "Divorce" op. 29

ca. 20.45 Konzertpause mit Nachrichten

Ulvi Cemal Erkin
5 Stücke für Klavier
Klavierquintett

Fazıl Say, Klavier
Borusan Streichquartett:
Esen Kivrak, Violine
Olgu Kizilay, Violine
Efdal Altun, Viola
Çag Erçag, Violoncello

East meets West, Mozart begegnet Say, Komponist trifft Interpreten – wenn der diesjährige Composer & Artist in Residence Fazıl Say mit dem jungen türkischen Borusan String Quartet die Johannisberger Schlossbühne betritt, darf man sich auf einen Abend der Kontraste und der überwundenen Gegensätze freuen: Eine wechselseitige Beeinflussung von westeuropäischer und türkischer Musik hat schon immer stattgefunden – Mozarts a-Moll-Sonate mit dem berühmten »Türkischen Marsch« ist das beste Beispiel dafür und steht deshalb auch am Anfang des Programms. Says musikalische Wurzeln gehen auf beide Traditionslinien zurück – genau wie bei den vier Musikern des Borusan String Quartets, die auf Instrumenten der berühmten italienischen Geigenbauer Amati, Guarneri und Testore vor allem Werke türkischer Komponisten interpretieren. So haben sie im Jahr 2010 auch Fazıl Says Streichquartett »Divorce« in der Türkei uraufgeführt. (Pressetext des Rheingau Musikfestivals)

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Teilung des ästhetischen Horizonts
Musik im Zeichen des Kalten Krieges
Von Gisela Nauck

22:30 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

August 2012
MO DI MI DO FR SA SO
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