Seit 05:05 Uhr Studio 9
Mittwoch, 03.03.2021
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 20. Juli 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Der Traum ist die Wahrheit
Eine Lange Nacht über die amerikanische Schriftstellerin und Anthropologin Zora Neale Hurston
Von Daniela Kletzke und Hans-Ulrich Möhring
Regie: Daniela Kletzke

Nicht im Kampf gegen Unterdrückung, sondern aus eigenen Wurzeln, aus Geschichten, Liedern und Lachen, sollte eine afroamerikanische Kultur wachsen. Das war Zora Neale Hurstons Traum. Geboren in Florida, nur eine Generation nach der Abschaffung der Sklaverei, erforschte Hurston (1891-1960) die Erzähltradition der Schwarzen.

Bewaffnet mit Notizblock, Aufnahmegerät und Pistole reiste sie in die amerikanischen Südstaaten und auf die Karibikinseln, um Geschichten und Märchen, Blues-Songs und Spirituals, Baptistenpredigten und Voodoo-Riten zu sammeln. In Holzfällercamps und Terpentinbrennereien, bei Messerstechereien und Einweihungen in geheime Kulte setzte sie ihr Leben aufs Spiel, um die eigenen kulturellen Wurzeln zu finden und zu dokumentieren. Als Autorin nahm sie alle Rechte in Anspruch, die in der schwarzen Tradition zunächst nur Männern zustanden. Sie schrieb kühn und individuell und doch klingen in fast jeder Zeile ihrer Romane, Geschichten und Theaterstücke die vielen schwarzen Stimmen mit, von denen sie voll war. So wurde sie zur ersten großen weiblichen literarischen Stimme einer entstehenden Kultur.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 85 Jahren: Der tschechoslowakische Schriftsteller Pavel Kohout geboren

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

06:23 Wort zum Tage

Pfarrer Michael Broch

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Im Morgengrauen auf die Bühne -
Mit einem DJ auf dem "Melt"-Festival
Von Johannes Nichelmann

Das "Melt" in Sachsen-Anhalt gehört zu den wichtigsten Festivals in Deutschland. 20.000 Besucher wollen über 100 Bands und DJs sehen – das alles zwischen alten Riesenbaggern, denn das "Melt" findet in einem alten Kohletagebau statt. Johannes Nichelmann begleitet einen DJ der mit dem Auflegen anfängt, wenn die Sonne schon wieder aufgegangen ist.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"Slapstick! Alys, Bock, Chaplin u.a."
Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg
Von Anette Schneider

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54

09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

Kurswechsel – Für eine Neuordnung der Arbeit
Elke Hannack, CDU-Politikerin und stellvertretende DGB-Vorsitzende, stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler.

Raus aus der Leiharbeit, weg von ungerechten Werkverträgen, für einen flächendeckenden Mindestlohn. Seit Monaten fordern die Gewerkschaften eine Neuordnung der Arbeit. Sie setzen darauf, dass spätestens nach der Bundestagswahl im September die Schieflage auf dem Arbeitsmarkt von einer neu gewählten Bundesregierung, wie auch immer die aussehen mag, in Angriff genommen wird.

Hat die schwarz/gelbe Regierung in den vergangenen vier Jahren auf dem Feld der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik versagt? Warum konnte der christdemokratische Arbeitnehmerflügel so wenig bewirken? Lag es allein am Koalitionspartner FDP?

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Eine Welt in Liedern
Grönländische Gewohnheiten
Von Magdalene Melchers
Moderation: Tim Wiese

Jeder weiß, dass es auf der größten Insel der Welt Gletscher gibt, Eisbären, Robben und Rentiere, doch wer hört grönländische Musik? Wer diesen faszinierenden Teil der Erde kennenlernen möchte, erfährt in Liedern, welche Rolle die Natur spielt oder worüber sich junge Rockmusiker in dieser abgeschiedenen Welt heutzutage Gedanken machen. Der Trommeltanz der Inuit, der grönländischen Ureinwohner, traditionelle Wiegenlieder, eine Liedermacherin und Rockbands erzählen von der Jagd, von Streit und Versöhnung, von Liebe und immer wieder von der Macht der Natur. Auf Grönland gibt es im Sommer strahlend gelbe Wiesen mit Butterblumen, keine Bäume und zwischen den 17 Städten keine Straßen. Es ist nur mit dem Flugzeug oder mit dem Boot möglich, in einen anderen Ort zu gelangen und das ist sehr teuer, so wie auch das Surfen im Internet. Auf Grönland ist Vertrautes zu entdecken und weitaus mehr Ungewohntes zu erkunden.

Magdalene Melchers kam 1967 in Soest/Westfalen zur Welt, die sie seither erkundet. Das Zusammenspiel von Musik und Religion interessiert die freischaffende Hörfunk Autorin (DLR Kultur, DLF, SWR, WDR, NDR u.a.) mit Weitblick und Liebe zum Detail aus immer neuen Perspektiven

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Das Deutschlandspiel
Eine Rätselreise zum Mitdenken - die Champions League mit bisherigen Gewinnern unserer Rätselsendung
Mit Olaf Kosert und einem Außenreporter

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

Protestantische Freiheit
Der evangelische Mönch von Gnadenthal
Von Thomas Becker

Der inneren Sehnsucht auf der Spur
Die Geistliche Frauengemeinschaft Kloster Wennigsen
Von Karin Dzionara

Lebendige Gottesbeweise
Kirsten Westhuis im Gespräch mit dem Kapuzinerpater Paulus Terwitte

Zukunftssorgen
Die Franziskanische Familie in schweren Zeiten
Von Eva Wolk

Erfüllt von Musik und Liturgie
Ein Besuch in der Abtei Sylvanès
Von Susanne von Schenck

Moderation: Kirsten Westhuis

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Lyriksommer
"Sich selbst verschluckende Sätze"
Hans Magnus Enzensberger liest Gedichte aus dem Band "Kiosk"

Der „Libero der intellektuellen Welt“ der Bundesrepublik, der als Essayist ebenso bedeutend ist wie als Lyriker, Übersetzer und Herausgeber.

Hans Magnus Enzensberger gilt als „Libero der intellektuellen Welt“ der Bundesrepublik, sein Gespür für gesellschaftliche Vorgänge ist gepaart mit Neugier, Entdeckerlust und literarischer Imagination. Als Essayist ist er so bedeutend wie als Lyriker, der Übersetzer liegt im Wettbewerb mit dem Herausgeber Enzensberger. Mit Gedichtbänden wie „Verteidigung der Wölfe, „Mausoleum", „Untergang der Titanic", „Kiosk" und „Leichter als Luft" hat er sich in das poetische Gedächtnis eingeschrieben. Als Essayist liefert er zeitkritische Diagnosen wie etwa mit der 1976 veröffentlichten Skizze von der „Unaufhaltsamkeit des Kleinbürgertums“, in der er sich mit ironischer Bewunderung als Kleinbürger outete. Er hat Maßstäbe gesetzt als Herausgeber der Zeitschrift Kursbuch, des „Museums der Modernen Poesie“ und der Reihe „Die Andere Bibliothek". Für Aufsehen sorgte die Edition der Schriften Alexander von Humboldts. Sein Prosabuch „Hammerstein oder der Eigensinn“ über einen Militär mit Bilderbuchkarriere, der zu Hitlers Machtantritt Chef der Heeresleitung in Berlin war, zeigt ein differenziertes Bild vom Widerstand einer Familie während der NS-Zeit.
Gerade ist ein neuer, bibliophiler Text-Bildband „Blauwärts“ erschienen.
In der Lesung hören Sie den Dichter Hans Magnus Enzensberger. Während seines Aufenthalts im Wissenschaftskolleg Berlin Mitte der Neunziger entstanden Gedichte für den Band „Kiosk“, hier Ausschnitte aus der Lesung.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Sonne, Wind und grüne Felder
Die Energiewende
Von Mechthild Müser
Regie: Giuseppe Maio
Mit Maria Hartmann, Max Urlacher, Robert Frank
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 54’28
(Ursendung)

Die Autorin hat Politiker und Macher der Energiewende und ihre Kritiker befragt. Nur in einem Punkt herrscht Einigkeit: von der Atomkraft wollen alle weg.

Seit einem Jahr ist sie Thema Nr. eins, die Energiewende. Kein Medium versäumt es, über die neuesten Vorhaben, die Erfolge und Pannen, das mangelnde Know-how, die Rückzüge und die fehlenden Finanzen zu berichten. Auch die Autorin war vor Ort: Sie ist aufs Windrad geklettert, hat die Biogasanlage besucht und hat Politiker und Macher der Energiewende sowie ihre Kritiker befragt. Die einen gehen mit Enthusiasmus ans Werk, die anderen wehren sich dagegen, dass die schönsten Landschaften mit Windrädern verstellt werden und Bauern statt Getreide vor allem Mais anbauen. Nur in einem Punkt herrscht Einigkeit: Von der Atomkraft wollen alle weg.

Mechthild Müser, in Hamm geboren, Soziologin, Journalistin, Autorin und freie Redakteurin beim Nordwestradio u.a. für die Sendung "mare Radio". Zuletzt: "Wie Mediation die Streitkultur verbessert" (HR 2011).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper in deutschen Ländern
Gärtnerplatz Theater München im Prinzregententheater
Aufzeichnung vom 01.06.2013

Friedrich Cerha
"Onkel Präsident"
Musikalische Farce
Libretto: Friedrich Cerha / Peter Wolf
frei nach dem Bühnenstück "Eins, zwei, drei" von Ferenc Molnár
Uraufführung

Der Komponist - Robert Holl
Der Präsident - Renatus Mészár
Melody Moneymaker - Susanne Ellen Kirchesch
Mummy Moneymaker - Snejinka Avramova
Daddy Moneymaker - Martin Hausberg
Fräulein Flink - Elaine Ortiz Arandes
Fräulein Flott - Ann-Katrin Naidu
Fräulein Flugs - Frances Lucey
Dr. Fleißig - Stefan Cerny
Dr. Gefällig / Dr. Pillerl - Derrick Ballard
Deodatus Graf Schrullenhuf-Wullersdurff - Juan Carlo Falcón
5 Mitglieder des Aufsichtsrates - Dirk Lüdemann, Adrian Sandu, Thomas Hohenberger, Marcus Wandl, Stefan Thomas
Josef Powolny - Paul Schweinester
Didi Kvaca / Zwirn - Ernst Dieter Suttheimer
Monsignore Campanile - Holger Ohlmann
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Leitung: Marco Comin

nach Opernende ca. 21.25 Nachrichten

"Die Gattung 'Komische Oper' wird von Komponisten schon seit geraumer Weile vernachlässigt." Also sprach der große alte Herr der neuen Musik, Friedrich Cerha, und schuf Abhilfe: Gemeinsam mit dem Textdichter Peter Wolf machte sich Cerha an eine "Musikalische Farce", die nun unter dem Titel "Onkel Präsident" vom Staatstheater am Gärtnerplatz im Prinzregententheater uraufgeführt wird.
Auf der Basis von Ferenc Molnárs Bühnenstück "Eins, zwei drei", das 1961 von Billy Wilder verfilmt wurde, zeichnet Cerha die Wandlung des Fahrradboten Josef Powolny zum Spitzenmanager mit Adelsprädikat. Der "Onkel" Präsident, allmächtiger Chef eines Stahlkonzerns, zieht die Fäden, um einen präsentablen Ehemann für die Millionenerbin Melody Moneymaker zu "erfinden".
Friedrich Cerha hat eine an Tempo und musikalischen Anspielungen reiche Komödie geschaffen, die immer wieder die Kunstform Oper durch witzige Extempores auf die Schippe nimmt – etwa, wenn der Tenor mit dem Kapellmeister in Streit gerät, ob er seine Arie nun singen darf, oder wenn derselbe Kapellmeister vom Präsidenten gerügt wird, er dirigiere "zu laut, man versteht ja sein eigenes Wort nicht". Eingerahmt wird die turbulente Handlung von der Zwiesprache des Präsidenten mit einem bejahrten Komponisten. "In Ihrem Alter hatte Verdi den 'Falstaff' schon fertig", meint der Präsident zu Anfang vorwurfsvoll, um schließlich zu resümieren: "Der 'Falstaff' ist ja doch nicht zu übertreffen." Da mag was dran sein, doch mit "Onkel Präsident" ist dem 87-jährigen Siemens-Musikpreisträger Cerha ein vitales Lebenszeichen nicht nur seiner Kunst, sondern der verblasst geglaubten "Komischen Oper" überhaupt gelungen.

21:30 Uhr

Die besondere Aufnahme

Richard Wagner – eine Filmbiografie
Film von 1913 – Musik von Giuseppe Becce

Ausschnitte aus der Aufführung vom 13.05.2013 in Baden-Baden
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Leitung: Frank Strobel

22:30 Uhr

Erotikon

Lesung zur Nacht
Aus "Aufzeichnungen eines Außenseiters" von Charles Bukowski
Gelesen von Udo Schenk
(Wdh. v. 21.08.2010)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

Juli 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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