Seit 05:05 Uhr Studio 9
Dienstag, 03.08.2021
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Sonntag, 10. Juni 2012
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Dichtung und Wahrheit
Fiktion und Wirklichkeit im autobiografischen Roman
Von Peter Urban-Halle

"Autobiografischer Roman" oder "fiktionsfreie Fiktion" sind Phänomene, die in den letzten Jahren nicht nur in der deutschsprachigen Literatur gehäuft anzutreffen sind.

In Norwegen erschien mit Karl Ove Knausgårds "Mein Kampf" ein Lebensbericht in sechs Bänden, der die Grenzen und die Möglichkeiten der Literatur in Frage stellte. In Deutschland schrieb Navid Kermani mit "Dein Name" ein 1200 Seiten langes Buch "über alles". In Dänemark provozierte ein Roman, in dem Verfasser, Erzähler und Held denselben Namen trugen: Knud Romer. In Frankreich ist die sogenannte "Autofiction" schon zu einer eigenen Gattung geworden.
Der amerikanische Literat David Shields spricht vom Wirklichkeitshunger des Publikums, der dänische Literaturwissenschaftler Poul Behrendt von einem Doppelvertrag zwischen Autor und Leser. Ist das eine postmoderne Erscheinung? Oder gehört die Vermischung von Dichtung und Wahrheit schlicht zur klassischen Moderne?

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

2254

Nachtgespräche am Telefon
0 08 00.22 54 22 54
Erster Auftritt von „Jogis Jungs“ – Was sagen Sie zum Portugal-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft?
Moderation: Joachim Scholl

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Carsten Beyer

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Carsten Beyer

05:00 Nachrichten

05:55 Kalenderblatt

Vor 70 Jahren: SS-Einheiten löschen den tschechischen Ort Lidice aus

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Sonntagsmotette

Franz Schubert
Credo, Sanctus und Agnus Dei aus der Messe Es-Dur D 950
Helen Donath, Sopran
Brigitte Fassbaender, Alt
Francisco Araiza, Tenor
Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Wolfgang Sawallisch

Cesar Franck
Orgelchoral a-Moll
Wolfgang Wünsch an der Rieger-Orgel im Bamberger Dom

06:56 Uhr

Wort zum Tage

Sikh Gemeinde Berlin

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag - Kirchensendung

Sandkorn und Elefantenbaum – Was Landschaften von Gott erzählen
"Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen ..."
Von Pfarrer Johannes Meier
Evangelische Kirche

Einst stieg Mose auf einen Berg, um die Gebote Gottes zu empfangen - und bis heute gelten Berge als Orte, an denen man dem Göttlichen besonders nahe kommen kann. Wie der Beter des 121. Psalms blickt etwa auch die Pfarrerin einer alpinen Gemeinde in der Schweiz täglich empor zu den Fünftausendern, die gleich hinter ihrer Kirche majestätisch in den Himmel streben. Bergsteigertouristen sitzen bei ihr genauso im Gottesdienst wie alteingesessene Bauern oder die Männer und Frauen der Bergwacht. Gemeinsam mit ihnen begibt sich der Autor Pfarrer Johannes Meier auf eine spirituelle Spurensuche nach dem, was die Landschaft der Berge von Gott zu erzählen vermag.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Wochenrückblick
Moderation: Patricia Pantel

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Aus den Archiven

"Wer nie lacht, ist irgendwo nicht normal"
Kabarettist Werner Finck im RIAS-Schulklassengespräch von 1958
Vorgestellt von Margarete Wohlan

Es war letztlich die politische Situation während des Nationalsozialismus, durch die er zu dem bedeutenden Kabarettisten wurde, der noch heute bekannt ist. 1902 in Görlitz geboren, kam er mit 27 Jahren nach Berlin und leitete bis 1935 das neugegründete Kabarett "Katakombe". In dieser Zeit perfektionierte er seine Technik der nicht zu Ende gesprochenen Sätze und Doppeldeutigkeiten. "Kommen Sie mit? Oder muss ich mitkommen?" fragte er beispielsweise die Gestapobeamten, die sich in seinen Programmen Notizen machten. Über diese Zeit, aber auch über den Wandel des Kabaretts und des Humors nach dem Zweiten Weltkrieg, spricht er im Oktober 1958 mit Berliner Schülern. Sein Resümee: "Wenn ich mir einen Menschen vorstelle, der nie lacht, dann muss ich sagen, er ist krank oder irgendwo nicht normal, weil das Lachen zum Leben gehört."

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Kino und Film

09:05 Thema

09:20 Filmmusik

09:30 Kulturnachrichten

09:33 Buchkritik

09:37 Filmtipps

09:40 Filmmusik

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Radiofeuilleton

10:05 Thema

10:15 Sonntagsrätsel

10:45 Radiofeuilleton - Musik

10:55 Kalenderblatt

Vor 70 Jahren: SS-Einheiten löschen den tschechischen Ort Lidice aus

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

11:59 Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Lesart

Das politische Buchmagazin

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Die Reportage

Migrant auf Probe – Der EU-Workshop "Die andere Seite der Medaille"
Von Sonja Heizmann

13:30 Uhr

Neonlicht

Das Großstadtmagazin

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag für Kinder
Mona Lisas Meerschwein
Von Jenny Reinhardt
Ab 7 Jahren
Regie: Beatrix Ackers
Komposition: Markus Mohr und Tan
Mit: Barnaby Metschurat, Paula Michels, Tabea Sitte, Holly-Jane Rahlens, Andreas Erfurth, Franziska Troegner
Produktion: DLR Berlin 1999
Länge: 55’23
Moderation: Patricia Pantel

Mona ist neun Jahre alt und Lisa auch. Sie wollen beide das gleiche Meerschwein kaufen, haben aber nicht genug Geld dafür. Die Verkäuferin in der Tierhandlung will ihnen das Meerschwein für den halben Preis geben, sie sollen es gemeinsam pflegen. Bei Freundinnen wird es sich wohlfühlen. Die beiden haben aber geschwindelt. Sie kennen sich gar nicht. Sie haben nur beide großen Kummer und wollen sich mit einem Tier trösten. Eine Woche bleibt das Meerschwein bei Lisa und eine bei Mona. Am Montag zeigen sie es der Tierhändlerin. Wenn es dem Meerschwein gut geht, dann erlässt sie ihnen einen Teil des Preises. Sie glaubt, das Meerschwein wird so gut gedeihen, wie die Freundschaft zwischen den beiden. Doch schon bald geht dem Meerschwein das Fell aus.

Jenny Reinhardt, geboren 1949, studierte Germanistik, war Hörspieldramaturgin, lebt als freie Autorin in Berlin. Schreibt Geschichten und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Heimkehr nach E-Dur
Ludwig van Beethovens drei letzte Klaviersonaten (1/3)
Die Sonate op. 109
Gast: Friedrich Dieckmann
Moderation: Michael Dasche

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Titel, Träume, Typen (1)
Ein Magazin zur Fußballeuropameisterschaft

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Fundstücke

Rum and Coca Cola
Moderation: DJ Swingin' Swanee

Der Swing begibt sich in die Karibik. In den 30er und 40er Jahren erobern lateinamerikanische und karibische Rhythmen die USA. Es entstehen reizvolle Mischformen wie der Rumba Blues und der Cuban Boogie Woogie.

18:30 Uhr

Hörspiel

Leckermänner -Dichten in Fahrtrichtung
Von Ginka Steinwachs
Regie: Götz Naleppa
Komposition: Ignaz Schick
Mit: Natascha Nikeprelevic, Martin Engler
Vokalkomposition und Gesang: Natascha Nikeprelevic
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: DKultur/RB 2012
Länge: 75'45
(Ursendung)

"meine männer sind viele. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. sie sind anders & stellen ihr anderssein bewusst zur schau."

Anschließend: Lesung mit Ginka Steinwachs

"meine männer sind viele. mehr als einer. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. manchmal, nicht immer, gelingt es, im aussen auch deren inneres zu erfassen. dann gewinnt der text röntgenblick. meine männer sind blind, kahl, fett. klingt das nach lecker? doch wohl nicht. sie fallen als leckerbissen für mein schriftmaul zunächst auch darum nicht auf, weil sie besonders positiv, sondern bloss, weil sie anders sind.
sie sind a n d e r s & stellen ihr anderssein gegen eine angepasste & jeansgesellschaft auch mehr oder minder bewusst zur schau. das gilt jedenfalls für jack, den blinden sticker-mann, und für paul, den kahlvioletten vertreter der marke x-trax. und für die fette dragqueen wim -schallplatte auf dem kopf, darauf die rote bommel - wie sie am ende mehr dragking ist. ein er also." (Ginka Steinwachs)

Ginka Steinwachs, 1942 in Göttingen geboren, Schriftstellerin und Künstlerin. Lebt in Berlin und auf Mallorca.
Zuletzt: "Ludwig Lichterloh" (ORF 2006).

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus der Laeiszhalle in Hamburg

Camille Saint-Saëns
"Phaéton"
Sinfonische Dichtung op. 39

Benjamin Britten
"Les Illuminations"
Neun Gesänge für hohe Stimme und Streichorchester
auf Gedichte von Arthur Rimbaud op. 18

ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten

Maurice Ravel
"Shéhérazade"
Drei Gedichte für Sopran und Orchester

Albert Roussel
Sinfonie Nr. 3 g-Moll op. 42

Anne Schwanewilms, Sopran
Hamburger Symphoniker
Leitung: Jeffrey Tate

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Peter Panter und die schwarzen Scheiben
Kurt Tucholskys Liebe zum Grammofon
Von Robert Werba

22:30 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

Juni 2011
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
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