Seit 00:05 Uhr Klangkunst
Freitag, 29.10.2021
 
Seit 00:05 Uhr Klangkunst
Tagesprogramm Samstag, 6. April 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Liebe und Anarchie
Eine Lange Nacht über Erich Mühsam
Von Rolf Cantzen
Regie: Rita Höhne

Erich Mühsam (1878 bis 1934) saß zwischen allen Stühlen – fast sein ganzes Leben lang. Den schreibenden Bohemien in München und Berlin war er zu anarchistisch: Er agitierte Arbeiter und das Lumpenproletariat und wurde wegen diverser politischer Straftaten verurteilt. Den ernsthaften Anarchisten war er zu sehr Boheme: Er dichtete zu unpolitisch, trank zu viel und vergnügte sich zu sehr – nicht nur, so der Vorwurf, mit Frauen. Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte er sich an der Münchener Räterepublik, redete vor Zehntausenden von Arbeitern und Soldaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Genossen überlebte Mühsam die Niederschlagung der Räterepublik. Weil Mühsam mit den Kommunisten kooperierte, um den Aufstieg des Nationalsozialismus zu verhindern, wurde er von vielen anarchistischen Freunden verlassen. Weil er an der Staatskritik und am Individualismus der Anarchisten festhielt, wurde er von den Kommunisten als Kleinbürger kritisiert, auch noch nach seiner Ermordung im KZ Sachsenhausen. Doch immer beschreiben ihn Zeitgenossen als einen herzlichen, großzügigen und gütigen Menschen.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Bruce Broughton:
The Ice Pirates (Krieg der Eispiraten)
Leitung: Bruce Broughton

Bernard Herrmann:
It's Alive (Die Wiege des Bösen)
Leitung: Bernard Herrmann
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Der Dadaist und Filmpionier Hans Richter geboren

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

06:23 Wort zum Tage

Pastorin Anja Neu-Illg

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Der Traum vom Fliegen - Skydiven im Windkanal
Von Simon Schomäcker

Ein Traum, den sich die Menschen bereits seit Jahrhunderten bewahren, ist der Traum vom Fliegen. Natürlich haben wir dank Flugzeug, Fallschirm und anderen Fluggeräten längst auch die Luft erobert. Doch ohne diese technischen Hilfsmittel geht es leider nicht, zumindest nicht in der Natur. Im Indoor Skydiving Center im nordrhein-westfälischen Bottrop scheint der Traum des Fliegens ohne Hilfsmittel allerdings für einen Moment wahr zu werden. Denn hier befindet sich Deutschlands einzige professionelle Simulation des Fliegens im freien Fall. Nutzen kann die Einrichtung jeder. Und das sogar schon ab vier Jahren. Unser Reporter Simon Schomäcker hat sich für uns dort umgeschaut und sich selbst in den Windkanal begeben.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"Tod eines Bankers", Oper von Andreas Kersting im Theater Görlitz
Von Wolfgang Schilling

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
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09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

Thomas Eigenthaler, Vorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft, stellt sich den Fragen von Andre Zantow

Nach den Enthüllungen über geheime Geschäfte von 130.000 Anlegern in Steuer-Oasen, spricht sich der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft auch für eine Reform des deutschen „Steuerdschungels“ aus. Nachdem die Belegschaft in der Finanzverwaltung sinkt und die Zahl der Steuerberater steigt, herrsche hier „keine Waffengleichheit mehr“, so Thomas Eigenthaler.
Er verlangte für die effektive Bekämpfung von Steuerhinterziehung mehr Personal für die Finanzämter und in der Steuerfahndung. Außerdem müssten die Steuersätze gesenkt werden und alle Abzugsmöglichkeiten und Privilegien radikal minimiert werden. Die meisten Arbeitnehmer könnten automatisch mittels Computern monatlich mit Pauschalen abgerechnet werden. Die Mitarbeiter der Finanzverwaltung bräuchten die Zeit für die Steuererklärungen von „Einkommens-Millionären und großen Firmen“. Sie sind die Profiteure des komplexen deutschen Steuersystems, weil sie durch die vielen Ausnahmeregelungen „gestalten“ könnten, so Thomas Eigenthaler. Diese Ungleichheit im Steuersystem tue einem demokratischem Staat nicht gut.

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Das Element des Lebens
Wasser
Von Martin Mölder
Moderation: Elmar Krämer

Für Chemiker ist es vielleicht nur die Zusammensetzung aus zwei Teilen aber Mensch, Tier und Pflanze brauchen nichts anderes dringender als Wasser.

Es ist nass, weich und leicht. Aber es kann auch schwer und stark sein, dass es große Häuser zum Einstürzen bringt. Wir trinken es, wir baden darin, wir gießen damit die Blumen. Wasser brauchen wir zum Leben. Ohne Wasser gibt es kein Leben auf der Erde, die zum großen Teil ja aus Wasser besteht. In unendlich scheinenden Ozeanen leben gewaltige Tiere wie Blauwale oder Riesenkalmare. Auch deshalb haben manche Menschen Angst vor dem Wasser.
Es gibt auf der Erde etwa 1386 Milliarden km³ Wasser und trotzdem haben Millionen Menschen zum Beispiel in Afrika kein gesundes Trinkwasser. Wir dagegen machen nur einen von mehreren Wasserhähnen zuhause auf. Über Wasser wurden Gedichte geschrieben und Musikstücke komponiert. Mit Wasser werden Menschen geheilt und für viele gibt es kein schöneres Geräusch als die Meeresbrandung oder das Dahinplätschern eines Baches.

Martin Mölder ist eigentlich Diplom-Pädagoge, aber nach einem Radiokurs, in dem er Radio machen gelernt hat, war klar: Radio machen ist schöner als nur Radio hören. Deshalb arbeitet er seit vielen Jahren als Radioautor für verschiedene Radiosender, besonders gerne für den Kinderfunk.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Luxusland im Holsteiner Sand
Gut Weißenhaus an der Ostsee
Von Thilo Schmidt

Was macht man mit zu viel Geld, viel zu viel Geld? Der Multimillionär Jan-Henric Buettner entschied sich, ein ganzes Dorf zu kaufen: das Gut Weißenhaus an der Hohwachter Bucht in Schleswig-Holstein. Die Ostsee und der beliebte Weißenhäuser Strand sind einen Steinwurf entfernt. Der Manager Buettner, der zu unvorstellbarem Reichtum kam, wollte mit seinem Geld etwas mit Gegenwert schaffen: Aus dem Gutshof im strukturarmen Ostholstein soll kein Grand Hotel werden, nein, gleich ein Grand Village – ein Feriendomizil für Superreiche, mit allem drum und dran. Die wenigen Bewohner, die noch in den heruntergekommenen Häusern um das Schloss herum für drei Euro pro Quadratmeter leben, haben ein lebenslanges Bleiberecht – und nehmen so an einem Leben teil, von dem sie wohl nie zu träumen gewagt hätten.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

Allah hinter Gittern
Eine Reportage über muslimische Seelsorge im Gefängnis
Von Ita Niehaus

Wildwüchsiges Christentum
Georg Büchner und die Religion
Von Georg Magirius

Ein Heiliger der Menschenrechte
Wie der Berliner Geistliche Bernhard Lichtenberg heilig gesprochen werden soll
Von Gunnar Lammert-Türk

„Das Kleid als Hilfsmittel der Glaubenswahrheit.“
Philipp Gessler im Gespräch mit der Kostümhistorikerin Silke Geppert über ihr Buch „Mode unter dem Kreuz“

Ein Altar mit Geheimzeichen
In der Werkstatt des Potsdamer Restaurateurs Kurt Kallensee
Von Joachim Hildebrandt

Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Briefwechsel
Lou Andreas-Salomé und Anna Freud
Gelesen von Tatja Seibt und Gudrun Gabriel

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Der Kopf der Herde
Unterwegs mit Schäfern
Von Christiane Seiler
Regie: die Autorin
Mit: Winnie Böwe, Katja Sieder, Karim Cherif
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 54'31
(Ursendung)

Der Schafbestand geht zurück. Finden Hirten mit ihren Tieren in unserer Landschaft keinen Platz mehr?

Noch 2000 Berufsschäfer soll es in Deutschland geben, aber es werden immer weniger. Auch der Schafbestand geht zurück. Sollten Hirten mit ihren Tieren in unserer durch moderne Agrarindustrie und Flächenverbrauch gezeichneten Landschaft keinen Platz mehr finden? Die Autorin hat mit drei Schäfern auf Wiesen und Deichen Schafe und Lämmer gehütet und sich vom Alltag, den Träumen und Schwierigkeiten dieser Individualisten erzählen lassen. Sie traf Knut Kucznik, der an der Wanderschäferei festhält; Klaus Seebürger, Herr über fünf Herden mit je tausend Tieren und Josephine Hermühlen, Leiterin einer kleinen Ökoschäferei in Mecklenburg.

Christiane Seiler, geboren in Köln, studierte in Berlin und Paris Philosophie, Religions- und Literaturwissenschaft. Sie lebt und arbeitet in Berlin als Rundfunkautorin und Übersetzerin. 2011 war sie Grenzgänger-Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung. Zuletzt: "Ein Hof in den Karpaten" (RBB 2012).

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper in deutschen Ländern
Staatstheater Darmstadt
Aufzeichnung vom 28.03.2013

Pietro Mascagni
"Cavalleria rusticana"
Melodramma in einem Akt
Libretto: Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci

Santuzza – Katrin Gerstenberger
Turiddu – Joel Montero
Lucia – Elisabeth Hornung
Alfio – Tito You
Loloa – Erica Brookhyser

ca. 20.30 Pause mit Nachrichten

Ruggero Leoncavallo
"I Pagliacci" (Der Bajazzo)
Dramma in einem Prolog und zwei Akten
Libretto: Ruggero Leoncavallo

Nedda – Susanne Serfling
Canio – Gor Arsenyan
Tonio – Tito You
Beppo – Peter Koppelmann
Silvio – Oleksandr Prytolyuk
Bauern – Tom Schmidt und Bo-Chul Chang

Staatsorchester Darmstadt
Leitung: Michael Cook

Es gehört zu den Merkwürdigkeiten der Operngeschichte, dass aus der Zusammenführung zweier Eifersuchtsdramen mit tödlichem Ausgang eine denkbar glückliche Stück-Ehe gestiftet worden ist. Seit über hundert Jahren werden Mascagnis "Cavalleria rusticana" und Leoncavallos "Bajazzo" miteinander aufgeführt und schlagen das Opernpublikum durch die Intensität der dargestellten Gefühle, durch die Dichte der Ereignisfolge und den atemberaubenden Melodienreichtum unvermindert in ihren Bann. In "Cavalleria rusticana" werden die Geschehnisse in einem sizilianischen Dorf am Ostermorgen geschildert: Santuzza verdächtigt Turiddu, sie mit Lola, der Frau des Fuhrmanns Alfio, zu betrügen. Sie fürchtet die Ausgrenzung durch die Dorfgemeinschaft und versucht zu handeln. Doch die Folgen ihres Handelns sind schicksalhaft: Turiddu findet im Duell mit Alfio den Tod. Der "Bajazzo" erzählt die Geschichte des fahrenden Komödianten Canio, der von seiner Frau Nedda betrogen wird. Während einer Darbietung von Canios Theatertruppe geraten die Emotionen außer Kontrolle, vermischen sich Spiel und Realität. Am Ende sterben Nedda und ihr Geliebter durch die Hand des rasenden Canio.

22:30 Uhr

Erotikon

Lesung zur Nacht
Aus "Ars Amatoria" von Ovid
Gelesen von Niklas Korth

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

April 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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