Seit 05:05 Uhr Studio 9
Montag, 08.03.2021
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9
Tagesprogramm Samstag, 9. Februar 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

"Kind, dieser Tristan wird was Furchtbares!"
Eine Lange Nacht über den französischen Wagnerismus
Von Sabine Fringes
Regie: Rita Höhne
(Wdh. v. 13./14.01.2007)

In einem Brief an Muse Mathilde Wesendonk prophezeit Richard Wagner im Jahr 1859, was sich im Laufe der kommenden Jahrzehnte erfüllen soll: „Kind, dieser Tristan wird was Furchtbares! Dieser letzte Akt! Ich fürchte, die Oper wird verboten, nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten! Vollständig gute müssen die Leute verrückt machen.“ In ganz Europa breitet sich seine Musik aus, in keinem Land jedoch macht sie die Leute so verrückt wie in Frankreich: „In diesem Werk steckt genug Musik für ein ganzes Jahrhundert; der Mann hat uns nichts mehr zu tun übrig gelassen!“, soll Emmanuel Chabrier verzweifelt nach einer Aufführung von "Tristan und Isolde" ausgerufen haben. Während sich die Komponisten mit einer Art Hassliebe an dem Titanen aus Deutschland aufreiben, entdecken Dichter wie Baudelaire, Verlaine und Mallarmé in Wagners Werken den Anbruch einer neuen Ästhetik und in Wagner selbst den Meister einer neuen Kunst. 1885 erscheint in Paris eine eigene, dichterisch orientierte Zeitschrift. Wie eine Krankheit breitet sich die Wagner-Begeisterung aus, die neben Komponisten, Dichtern und Malern bald auch immer mehr Menschen der Pariser Oberschicht ergreift. Dabei kennen viele seine Musik nur aus zweiter Hand, aus Caféhaus- oder Salonkonversationen, da sie aus politischen Gründen nur selten in Frankreich gespielt werden durfte. Wagneritis, Wagneropsie, Wagnerseuche, lautet die Diagnose der Wagnergegner und einiger Scherzbolde. Wagnerismus die der Spezialisten. Eine "Lange Nacht" zum Mitfiebern.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Musical Time
Michael Gore:
Carrie
nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King
Liedtexte: Dean Pitchford
Buch: Lawrence D. Cohen
Orchestrierungen: Doug Besterman
Musikalische Leitung: Mary-Mitchell Campbell
Regie: Stafford Arima
Mit Molly Ranson, Marin Mazzie, Derek Klena, Jeanna de Waal, Ben Thompson u.a.
Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Theodor Storm beendet seine Novelle "Der Schimmelreiter"

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

06:23 Wort zum Tage

Pastor i.R. Otmar Schulz

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Universität im Exil
Eine ganze Hochschule ist aus Weißrussland geflohen
Von Anja Schrum und Ernst-Ludwig von Aster

Der Rektor, die Dozenten, die Studenten: Die komplette Europäische Humanistische Universität befindet sich seit acht Jahren im Exil. Die weißrussische Hochschule aus Minsk ist aus politischen Gründen vor der Diktatur des Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko aus der Hauptstadt geflohen. Im litauischen Vilnius büffeln heute fast 2000 Studenten. Anja Schrum und Ernst-Ludwig von Aster haben die Universität besucht.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"Otello", Ballettpremiere im Aalto-Theater Essen
Von Klaus Gehrke

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
0 08 00.22 54 22 54

09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

Professor Thomas Bauer, Islamwissenschaftler und Leibniz-Preisträger im Gespräch mit Patrick Garber

Islam und Politik – die Konflikte in Ägypten und nun auch wieder in Tunesien zeigen, wie brisant das Verhältnis von Religion und staatlicher Ordnung in vielen Ländern der muslimischen Welt ist. In Kairo und Tunis tobt ein Kampf um die Macht, aber auch um die Frage, welchen Stellenwert der Islam im öffentlichen Leben haben soll. Der Westen betrachtet diese Auseinandersetzungen mit Sorge, denn beim Stichwort Islamismus denken viele an Terror. Und hierzulande ist die Feststellung von Alt-Bundespräsident Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, nicht unumstritten. Wohin entwickelt sich der politische Islam? Führt das, was als Arabischer Frühling begonnen hat, in diktatorische Gottesstaaten? Bedeutet Scharia Steinigungen und abgehackte Hände? Wie gefährlich ist der Salafismus – auch in Deutschland? Stellt der muslimische Glaube besondere Herausforderungen bei der Integration von Migranten? Und was können uns arabische Liebesgedichte über das Wesen des Islam verraten?

Thomas Bauer, geboren 1961, ist Professor für Arabistik und Islamwissenschaftler an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er beschäftigt sich besonders mit der Kultur- und Mentalitätsgeschichte des Islam, mit der Theorie eines angeblichen Niedergangs der islamischen Kultur und der Frage nach der Toleranz des Islam gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen. Professor Bauer ist Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013.

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Kung Fu
Die Kampfkunst der tapferen Mönche
Von Angi Harrer-Vukorep
Moderation: Tim Wiese

Kung Fu wurde vor etwa 1500 Jahren von chinesischen Mönchen entwickelt, der Legende nach, um beim Meditieren nicht einzuschlafen.

Kung Fu wurde vor etwa 1500 Jahren von chinesischen Mönchen entwickelt. Der Legende nach suchten die Mönche nach einer Lösung, nicht mehr beim Meditieren einzuschlafen. So entwickelten sie Kung Fu, denn die Kampfübungen halfen ihnen, sich besser zu konzentrieren und ein gutes Körpergefühl zu entwickeln. Im Laufe der Zeit wurden die Mönche zu herausragenden Kämpfern. Durch das Kino wurde Kung Fu dann weltweit bekannt. Die Geheimnisse des Kung Fu kann man mittlerweile auch in Deutschland lernen, zahlreiche Schulen bieten Kurse für Kinder und Erwachsene an und wer Glück hat, wird sogar von echten Shaolin-Mönchen unterrichtet. Kakadu begibt sich auf die Reise in die unbekannte Welt des Kung Fu.

Angi Harrer-Vukorep arbeitet als freie Autorin für Radio und Fernsehen und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Berlin. Filme gucken und spannende Geschichte lesen und erzählen, macht ihr am meisten Spaß.

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Leben auf dem Abstellgleis
Was kommt, wenn die Bahn geht
Von Irina Grabowski

In Berlin zieht nachts das Partyvolk zum RAW an der Warschauer Brücke – dem ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerk. Die meisten sehen nur die Clubs und Bars, aber es wird dort nicht nur gefeiert. Wo früher Lokomotiven und Waggons repariert wurden, gibt es heute Ateliers, Bühnen, Studios, Skater-Halle und Kletterturm. In Leverkusen wollten die Bahnarbeiter ihr Werk mit einem Hungerstreik retten. Jetzt entsteht dort die Neue Bahnstadt Opladen, in der studiert und gewohnt werden soll. Und in Braunschweig, wo das letzte Dampflok-Werk der Bahn stand, kann man sich heute der Bahn-Nostalgie hingeben: Dampflok fahren, sogar einen kompletten historischen Zug chartern und die großen Reparaturhallen im Original bestaunen. Die Idee vom Fußballstadion aber wurde begraben. Die Bahn hat in den vergangenen 20 Jahren reihenweise Ausbesserungswerke geschlossen – im Westen wie im Osten. Was danach begann, gleicht einem riesigen Feldversuch. Die "Deutschlandrundfahrt" besucht altes Bahngelände und erzählt, wie dort Neues entsteht.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

"Die Kirchen haben geschlafen"
Philipp Gessler im Gespräch mit dem Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König

"Judenfeindliche Sprache"
Eine Studie von Monika Schwarz-Friesel und Jehuda Reinharz
Von Isabel Fannrich-Lautenschläger (Rezension)

Der Bremer Staatsvertrag mit den Muslimen
Wie gleich ist die Gleichstellung der Religionsgemeinschaften?
Von Godehard Weyerer

Schinkel als Kirchenbaumeister
Wie der preußische Architekt Kirchenpolitik gestaltete - Ein Aspekt einer Ausstellung in München
Von Rocco Thiede

"Religionen - Global Player in der internationalen Politik?"
Eine Tagung in Frankfurt am Main
Von Georg Magirius

"Ein anarchisches Element"
Die Ausbildung von Kirchenclowns
Von Michael Hollenbach

Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Aus "Die Glasglocke" von Sylvia Plath
Gelesen von Renate Fuhrmann
(Wdh. v. 20.08.1997)

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Mauern des Schweigens
Kinderraub in Spanien
Von Margot Litten
Regie: die Autorin
Mit: Krista Posch, Christian Baumann u.a.
Ton: Daniela Röder
Produktion: BR 2012
Länge: 53‘26

Es begann im Franco-Regime – in spanischen Geburtskliniken verschwanden Babys. Die "Roten" sollten aussterben. Daraus entwickelte sich ein lukratives Geschäft.

Mehr als 100 000 politische Gegner ließ das Franco-Regime umbringen. Unbekannt war bis vor Kurzem, dass die Diktatur auch Kindesraub organisierte. Der ideologische Plan war: Die "Roten" sollten aussterben. Daraus entwickelte sich bald ein lukratives Geschäft, in das Ärzte, Anwälte und die katholische Kirche verwickelt waren. Es wird geschätzt, dass in spanischen Geburtskliniken bis in die 80er-Jahre an die 300 000 Babys verschwanden und an kinderlose Paare verkauft wurden. Inzwischen suchen Mütter ihre Kinder und Kinder ihre leiblichen Eltern. Doch die Suche gestaltet sich schwierig angesichts fehlender Dokumente, mangelndem politischen Willen und vor allem der Mauer des Schweigens, mit der sich die Kirche umgibt.

Margot Litten, geboren 1950 in München, studierte u.a. Pädagogik und Psychologie. Seit 1987 Redakteurin in der Abteilung Feature des BR, nun auch verantwortlich für die Sendung "radioReisen". Die Autorin erhielt mehrere Auszeichnungen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Oper in deutschen Ländern
Live aus der Deutschen Oper Berlin

Benjamin Britten
"Peter Grimes"
Oper in einem Prolog und drei Akten
Libretto: Montagu Slater nach George Crabbe

Peter Grimes – Christopher Ventris, Tenor
Ellen Orford – Michaela Kaune, Sopran
Captain Balstrode – Markus Brück, Bariton
Auntie, Wirtin – Rebecca de Pont Davies, Alt
Ihre Nichte – Hila Fahima/Martina Welschenbach, Sopran
Bob Boles – Thomas Blondelle, Tenor
Swallow – Stephen Bronk, Bass
Pastor Horace Adams – Clemens Bieber, Tenor
Mrs Sedley – Dana Beth Miller, Mezzosopran
Ned Keene – Simon Pauly, Bariton
Hobson – Albert Pesendorfer, Bass
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Leitung: Donald Runnicles

ca. 21.00 Pause mit Nachrichten

22:30 Uhr

Erotikon

Lesung zur Nacht
Aus "Alberta empfängt ihren Liebhaber" von Birgit Vanderbeke
Gelesen von Aylin Esener
(Wdh. v. 13.06.2009)

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Mit Beiträgen von den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin

Februar 2013
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