Seit 11:05 Uhr Tonart
Mittwoch, 12.05.2021
 
Seit 11:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 6. Oktober 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Anatomie von Mördern und Fischen
Ein Radioessay über Georg Büchners letzte Tage
Von Holger Teschke

Der politische Flüchtling Büchner zwischen Verfolgung, Akademikerexistenz und nächtlicher Arbeit am "Woyzeck"-Fragment.

Im November 1836 lebt Georg Büchner als politischer Asylant in Zürich im Haus des Regierungsrats Dr. Zehnder und arbeitet an seiner Abhandlung „Über Schädelnerven“ für die philosophische Fakultät der Universität, an der er gerade promoviert hat und inzwischen zum Privatdozenten berufen worden ist. Nachts schreibt er an seinem „Woyzeck“, in dem ihn noch immer die Frage umtreibt, die er sich und dem Publikum seines unsichtbaren Theaters schon in „Dantons Tod“ gestellt hat: „Was ist das, das in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?“ Da tritt eines Abends ein Kommissär der Schweizer Fremdenpolizei in sein Zimmer, der die Angaben Büchners zu seiner Anerkennung als politischer Flüchtling und zu seiner Aufenthaltsgenehmigung überprüfen soll. Es stellt sich bald heraus, dass der Polizeirat Gaugler nicht nur „Dantons Tod“ gelesen hat, sondern auch ein Angebot für die zukünftige Arbeit des jungen Akademikers, der noch immer steckbrieflich gesucht wird, mitgebracht hat. Zum 200. Geburtstag des Dramatikers.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

2254

Nachtgespräche am Telefon
0 08 00.22 54 22 54
Die Toten von Lampedusa - Ist Europas Flüchtlingspolitik unmenschlich?
Moderation: Oliver Thoma

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Carsten Beyer

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Vincent Neumann

05:55 Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Die Künstlerin Meret Oppenheim geboren

06:00 Nachrichten

06:56 Uhr

Wort zum Tage

Christliche Wissenschaft

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Wie aus Francesco Bernardone der "Heilige Franziskus" wird
Von Ludger Verst
Katholische Kirche

Seitdem Papst Franziskus die Herzen vieler Menschen im Sturm erobert hat, rückt auch die Figur, von dem der Papst sich den Namen geliehen hat, programmatisch in den Mittelpunkt. Wer ist dieser Heilige? Was macht ihn so anziehend, wo er doch alle hochfliegenden Pläne für seine Karriere aufgibt und alles Glanzvolle hinter sich lässt? Mein Beitrag will die Anziehungskraft des Franz von Assisi, die aus dem Innern seines Herzens und seiner Seele kommt, nachvollziehbar machen und danach fragen, wie es gelingen kann, dass er überall, wohin er kommt, Staunen, Nachdenklichkeit, ja sogar Entscheidungen auslöst, mit ihm das Leben zu teilen.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Wochenrückblick
Moderation: Ulrike Jährling

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Aus den Archiven

Es geschah in Berlin (Folge 339)
"Rennwettbetrug"
Von Werner Brink
RIAS 1964
Vorgestellt von Olaf Kosert und Horst Bosetzky

Ein Mann zieht durch Berliner Gaststätten, verkauft naiven Zeitgenossen todsichere Tipps fürs Pferderennen und nimmt ihnen dann auch gleich das Geld für die Wette ab.... Die Ermittlungen führen Kommissar Zett und seine Leute in übel beleumundete Lokale und auf die Trabrennbahn Mariendorf, die damals, ebenso wie die Pferdewette, eine feste Größe im Leben der Westberliner war.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Themen der Woche

09:20 Album der Woche

09:30 Kulturnachrichten

09:33 Buchkritik

09:40 Album der Woche

09:55 Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Die Künstlerin Meret Oppenheim geboren

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Radiofeuilleton

10:05 Thema

10:15 Sonntagsrätsel

10:50 Musik

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Kino und Film

11:05 Thema

11:20 Filmmusik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 DVD-Tipp

11:37 Filmtipps

11:40 Filmmusik

11:53 Buchkritik

11:59 Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Lesart

Das politische Buchmagazin

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Die Reportage

13:30 Uhr

Neonlicht

Das Großstadtmagazin
Von Muckis, Puppen, Prolos und Fanatikern
Das Neonlicht hat sich in dieser Woche einiges vorgenommen: Es fragt nach, ob man Angst vor dem „Proll“ haben muss. Es widmet sich der Selbstverliebtheit. Es testet, ob es sich mit Madonna anders trainiert als ohne sie. Und es wundert sich, dass der katalonische Separatismus zum Geschäft verkommen ist.

Separatisten-Firlefanz
Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Nein. Eine nicht ganz so kleine Region im Nordosten leistet erfolgreich Widerstand: In Katalonien boomt die Merchandising-Industrie im Zeichen der Unabhängigkeit. Egal ob T-Shirt, Unterhose oder Kaffeetasse: Die Symbole der Unabhängigkeitsbewegung prangen inzwischen auf allen möglichen Gegenständen. Eine Stilkritik.
Von Julia Macher

Proll mit Klasse
Die Großstadt ist ein Tummelplatz für die verschiedensten Typen. Subkulturen vom Fussballfan über den Westernfreak, den Biker bis hin zum Hip-Hopper leben hier miteinander oder auch aneinander vorbei. Der Ethnologe Moritz Ege hat seine Doktorarbeit einer noch nicht besonders ausführlich behandelten Spezies gewidmet: Dem Proll! Eine kurze Buchvorstellung.
Von Martin Böttcher

Proll und stolz darauf - Interview mit Moritz Ege
Über 500 Seiten, die sich nur ihm widmen: Dem Proll! Proll wie in Prolo oder auch Prolet. Arbeiterklasse? Unterschicht? Oder doch viel mehr? Für seine Doktorarbeit hat Moritz Ege in Berlin eine Reihe von jungen Männern beobachtet und befragt. Es geht um Mode, um Popkultur und um soziale Unterschiede. Von Andre Zantow

Eine Puppe von sich selbst
Die nächste digitale Revolution ist im Anrollen: der 3D-Druck für jedermann. Tolle Sachen werden versprochen, Astronauten sollen sich irgendwann mal ihre Ersatzteile selbst ausdrucken können. Und die Medizintechnik träumt von gedruckten, funktionsfähigen menschlichen Organen. Zukunftsmusik. Die Gegenwart sieht weniger spektakulär aus. Dafür aber sehr selbstverliebt, zumindest bei Twinkind in Hamburg. Dort kann man Abbilder von sich selbst herstellen lassen.
Von Alexandra Friedrich

Madonna-Muskeln
Madonna ist eine der wandlungsfähigsten Musikerinnen der Welt. In wie viele verschiedene Rollen sie schon geschlüpft ist, allein darüber kann man ganze Bücher schreiben. Außerdem ist die 55-Jährige eine Fitness-Süchtige. Für die, die davon träumen, auch einmal Arme wie Madonna zu haben, betreibt sie seit ein paar Jahren eine Kette von Fitnessstudios namens „Hard Candy“. Seit einer Woche gibt es auch in Deutschland ein solches Studio. Aber trainiert es sich dort anders? Und wo bleibt eigentlich die Chefin?
Von Michael G. Meyer

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag für Kinder
Hallo Mama, bist du da?
Von Jenny Reinhardt
Ab 8 Jahren
Regie: Judith Lorentz
Komposition: Lutz Glandien
Mit: Anna Huthmann, Leo Burkhardt, Joshua Thiemann, Stefan Kaminski, Lara Torp, Carsten Andörfer, Malina Ebert, Carmen Maja Antoni, Katrin Angerer, Leo Pätzel
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Länge: 52'05
(Wdh. v. 19.9.2010)
Moderation: Ulrike Jährling

Ein Mädchen wird bei ihrem Vater groß. Eines Tages will sie ihre Mutter besuchen, doch die öffnet ihr nicht die Tur.

Die neunjährige Genoveva, genannt Veve, lebt in einer Patchworkfamilie und fühlt sich dort wohl. Sie setzt sich für jeden ein, der Hilfe braucht. So verteidigt sie ihren Bruder gegen Beleidigungen, hilft ihrer Freundin Nate, die schon wieder schlechte Noten bekommen hat, und dem Kater Senor rettet sie das Leben. Eines Tages erfährt Veve zufällig, dass ihre leibliche Mutter ganz in der Nähe wohnt. Sie hat Sehnsucht nach ihr. Gegen das Verbot ihres Vaters klingelt sie wieder und wieder an der Wohnungstür der Mutter, aber die Tür wird ihr nicht geöffnet. Als sie endlich einen Zugang zur Wohnung findet, ist sie leer. Die Mutter ist fortgezogen.

Jenny Reinhardt, geboren 1949, hat Germanistik studiert, war Hörspieldramaturgin, lebt als freie Autorin in der Nähe von Berlin. Schreibt Geschichten und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Im Zwielicht
Franz Schuberts Violinfantasie C-Dur D 934
Gast: Alexander Lonquich
Moderation: Gerald Felber

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Helden unter falscher Flagge
Taiwans Sportler kämpfen um internationale Anerkennung
Von Ronny Blaschke

Während Olympia 2012 wurde im Zentrum Londons die Flagge Taiwans abgenommen. Die Organisatoren hatten sich dem Druck der Volksrepublik China gebeugt, die Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet. Die Sportler des demokratischen Inselstaates befinden sich in einer einmaligen Situation. Bei internationalen Wettkämpfen müssen sie unter einem künstlichen Nationenbegriff auftreten: Chinese Taipei. Die Ursache: Als die Kommunisten unter Mao den Bürgerkrieg gewonnen hatten, flohen die Nationalisten unter Chiang Kai-shek nach Taiwan. China wurde mächtiger, und so drängte das Riesenreich den kleinen Nachbarn aus allen internationalen Organisationen. Inzwischen nutzen die Taiwaner auch unter falscher Flagge den Sport, um sich als weltoffenes Land zu präsentieren. Während China seine Athleten drillt und sich durch Medaillen Prestige erhofft, lehnt Taiwan diesen Sport-Patriotismus ab.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Fundstücke

Apollo Jump
Geschichten rund um das Theater in Harlem
Moderation: DJ Swingin' Swanee

Die New Yorker Institution war schon in den 1930er und 1940er Jahren eine legendäre Talentschmiede für Sängerinnen wie Ella Fitzgerald und Billie Holiday.

18:30 Uhr

Hörspiel

Deadwood (2/2)
Frauen
Von Pete Dexter
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt
Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
Komposition: zeitblom
Mit: Roman Knižka, Inga Busch, Horst Mendroch, Martin Engler, Jörg Hartmann, Sabin Tambrea, Stephanie Eidt, Tonio Arango u.a.
Ton: Martin Eichberg
Produktion: DKultur 2013
Länge: 88’02
(Ursendung)

In Deadwood gaben die Frauen den Ton an. Pete Dexter widerspricht dem Mythos vom schwachen Geschlecht im Wilden Westen.

Im zweiten Teil von "Deadwood" rücken drei Frauen ins Zentrum der Geschichte: Elisabeth Langrishe, die zusammen mit ihrem Mann ein Theater in der Goldgräberstadt betreibt; Agnes Lake, eine Zirkusartistin und die rechtmäßige Frau von "Wild" Bill Hickoks, und last but not least die berühmt-berüchtigte Jane Cannary, alias "Calamity" Jane, die Männerkleidung trägt, saufen und schießen kann, deren eigentliche Berufung aber die Heilung Kranker ist.
Pete Dexter räumt sehr unterhaltsam in seiner genau recherchierten Geschichte mit vielen Klischees des Wilden Westens auf. Eben auch mit dem Mythos vom starken und vom schwachen Geschlecht - in "Deadwood" kann das schon mal umgekehrt funktionieren.

Pete Dexter, geboren 1943 in Pontiac, Michigan, lebt als Romancier und Drehbuchautor auf Whidbey Island. Für seinen Roman "Paris Trout" erhielt er 1988 den National Book Award.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus der Philharmonie Berlin

Dmitrij Schostakowitsch
Suite „Das goldene Zeitalter“

Sergej Prokofjew
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Des-Dur op. 10

ca. 20.40 Konzertpause mit Nachrichten

Dmitrij Schostakowitsch
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 102

Sergej Prokofjew
„Skythische Suite“ für großes Orchester op. 20

Boris Berezovsky, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Tugan Sokhiev

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

Verdis Orchester - nur eine "monströse Guitarre"?
Eine kleine Instrumentationskunde
Von Robert Werba

22:30 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

Oktober 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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