Seit 23:05 Uhr Fazit
Dienstag, 26.01.2021
 
Seit 23:05 Uhr Fazit
Tagesprogramm Samstag, 5. Oktober 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Ein Land voller Stimmen
Die Lange Nacht der brasilianischen Literatur
Moderation: Michi Strausfeld und Kersten Knipp

Tagträumer, Sinnsucher, Schwerverbrecher: Die brasilianische Literatur ist so bunt wie die Menschen, die das Land besiedeln. Wie erkämpft man sich seinen Freiraum, kulturell ebenso wie finanziell? Wie geht man um mit der Vergangenheit, der persönlichen wie der des ganzen Landes, und wie kann auf dieser Vergangenheit eine lebenswerte Zukunft gründen? Das sind einige der Fragen, die brasilianische Autoren heute umtreiben. In ihren Romanen geben sie ganz unterschiedliche Antworten: Paulo Lins erkundet in „Cidade de Deus“ die Lebenswelt der brasilianischen Favelas in den späten 1960er Jahren, also noch vor dem Ausbruch der heute allgegenwärtigen Gewaltkultur. Andrea del Fuego spürt den entlegenen Landschaften des brasilianischen Hinterlandes nach, während Beatriz Bracher den Blick auf die Metropole São Paulo richtet. João Paulo Cuenca entwirft ein einfühlsames Porträt einer zaghaften jungen Generation, die sich erst diesen Sommer, in landesweiten Protesten, angemessenen Ausdruck verschafft. Luiz Ruffato hingegen gibt jenen eine Stimme, die sich weiterhin nicht artikulieren können, die nach wie vor auf irgendeine Weise am Rande der Gesellschaft stehen. Und Daniel Galera fragt, warum das so ist: Warum stehen Menschen sich selbst im Wege, wagen es nicht, das Leben in die eigene Hand zu nehmen? Auch in der jüngsten Generation setzt sich also ein uraltes brasilianisches Thema durch: das Ringen um Ausdruck, der Versuch, die Stimme zu erheben, sich Gehör zu verschaffen. Die Dichter des 19. Jahrhunderts taten das, um Brasilien einen Platz auf der Bühne der Welt zu sichern. Dort ist das Land längst angekommen. Inzwischen beschreiben die Autoren persönliche Dramen, die Träume, Wünsche, Hoffnungen, die die fast 200 Millionen Brasilianer hegen. Das tut jeder auf seine Art, und weil das nicht immer leicht ist, ist Brasilien auch alles andere als eine Idylle. Wie es sich lebt, in einem Land, das sich in jüngster Zeit in rasendem Tempo entwickelt, das ist Thema dieser Langen Nacht der brasilianischen Literatur, die in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Köln entsteht.

01:00 Nachrichten

02:00 Nachrichten

03:00 Uhr

Nachrichten

03:05 Uhr

Tonart

Filmmusik
Frank Cordell
Cromwell (Cromwell - Krieg dem König)
Leitung: Frank Cordell

Jerry Goldsmith
Congo
Leitung: Jerry Goldsmith

Elmer Bernstein
The Hallelujah Trail (Vierzig Wagen westwärts)
Leitung: Elmer Bernstein

Moderation: Birgit Kahle

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Aus den Feuilletons

05:45 Kalenderblatt

Vor 300 Jahren: Der französische Schriftsteller Denis Diderot geboren

05:50 Presseschau

06:00 Nachrichten

06:15 Länderreport

Mit BAP-Frontmann Niedecken durch sein Köln
Von Renate Schönfelder

06:23 Wort zum Tage

Pfarrer Jörg Machel

06:30 Kulturnachrichten

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:20 Wochenkommentar

07:30 Kulturnachrichten

07:50 Interview

08:00 Nachrichten

08:10 Netscout

08:20 Reportage

Die Rückkehr der Altkleider - Recycling-Mode aus Maputo
Von Leonie March

aben Sie sich einmal gefragt, wo die Altkleider landen, die überall in Deutschland in Containern und Kleidersäcken gesammelt werden? Einige erreichen tatsächlich Bedürftige in Katastrophengebieten, andere landen auf Märkten in Entwicklungsländern. Zum Beispiel in Mosambik. Dort ist der Handel mit den Secondhand-Klamotten aus Europa ein lukratives Geschäft. Manche der Altkleider sind jedoch auch den Mosambikanern zu altbacken oder kaputt - sie landen dort im Müll oder werden verbrannt. Eigentlich schade, dachten sich zwei Schwestern in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo. Sie kaufen vor allem die Kleider, die keiner mehr haben will und schneidern sie zu schicken Vintage-Modellen um. Unsere Reporterin Leonie March hat sie in Maputo begleitet.

08:30 Kulturnachrichten

08:50 Kulturtipp

"Bochum"
Uraufführung eines Singspiels von Lutz Hübner mit Liedern
von Herbert Grönemeyer im Schauspielhaus Bochum (6.10.)
Von Stefan Keim

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern
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09:30 Kulturnachrichten

10:00 Nachrichten

10:30 Kulturnachrichten

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Schlaglichter

Der Wochenrückblick

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Tacheles

„Wir brauchen ein anderes Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Zeit als wir es heute haben."
Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler.

„Wir brauchen ein anderes Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Zeit als wir es heute haben. (...) Dies wäre in Schlüssel für mehr Gleichberechtigung von Männern und Frauen“, so Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Außerdem müsse sich eine künftige Familien- und Bildungspolitik mehr um diejenigen kümmern, die sich am Rande der Gesellschaft befinden: „Wir konzentrieren uns auf die Elite, auf die Exzellenzförderung. Wir haben keine starken Programme, was die Bekämpfung von Bildungsarmut betrifft.“

Alle familienpolitischen Leistungen müssten auf den Prüfstand, damit sie künftig ihre Wirkung zielgerichteter entfalten können, so die Bildungssoziologin. Als Beispiel nannte sie die Abschaffung des Ehegattensplittings: „Ehegattensplitting ist absurd, weil diese Leistung auch erbracht wird wenn man keine Kinder hat. Insofern brauchen wir etwas, was Kinder miteinbezieht und nicht die Ehe subventioniert.“

Welche Rolle spielt Bildungspolitik bei den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen? Brauchen wir eine Wirtschafts- Arbeitsmarkt, Sozial-, Bildungs- und Familienpolitik aus einem Guss? Hat die Politik die Kraft und den Willen sich diesen Aufgaben zu stellen?

13:30 Uhr

Kakadu

Entdeckertag für Kinder
Wenn Papa im Knast sitzt…
Leben und Alltag im Gefängnis
Von Kristina Richter
Moderation: Ulrike Jährling

Maik (Name geändert …) ist sechs Jahre alt, als sein Papa auf einmal verschwindet. Er findet heraus, dass sein Vater im Gefängnis sitzt, weil er etwas gemacht hat, das verboten ist. Jetzt muss er eine Haftstrafe absitzen. Das bedeutet mehrere Jahre lang eingesperrt sein. Maik besucht seinen Papa von Zeit zu Zeit - in der Vater-Kind-Gruppe: Hier wird Geburtstag gefeiert, Pizza gebacken oder in der Turnhalle getobt. Sternstunden im Gefängnisalltag, in dem alles geregelt ist: aufstehen, arbeiten, essen, Hofgang, Freizeit. Kakadu-Reporterin Kristina Richter verbringt einen Tag hinter den verschlossenen Türen einer Justizvollzugsanstalt. Sie trifft Menschen, die hier leben und arbeiten und lauscht den Klängen des Chores, der von Freiheit singt.

Die Autorin studierte Theaterwissenschaft, Sprechwissenschaft und Psychologie in München und Stockholm, beschäftigt sich mit Radio - am liebsten für Kinder - und findet es immer wieder aufs Neue spannend, hinter verschlossene Türen zu blicken

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Deutschlandrundfahrt

Niedeckens Köln
Mit dem Maler und BAP-Frontmann unterwegs in der Stadt am Rhein
Von Renate Schönfelder

"Es gibt kaum eine Stadt, zu der ihre Bürger so eine emotionale Bindung haben wie Köln" sagt Wolfgang Niedecken. Der Maler und Musiker weiß, wovon er spricht. Als Erfinder des Kölsch-Rock und Begründer der Band BAP ist Köln sein "Heimathafen" geblieben. Und trotz vieler Reisen und Tourneen durch die ganze Welt ist er immer wieder hierher zurückgekehrt. Lange hat er auch im Vringsveedel gewohnt, wo er als Sohn eines Lebensmittelhändlers unmittelbar an der Severinstorburg aufgewachsen ist. Inzwischen lebt er am Rand der Südstadt, mit Blick auf den geliebten Rhein, wo die Schiffe vor seinem Schreibtisch vorbeituckern. Seinen 60. Geburtstag hat Niedecken vor zwei Jahren mit 500 Gästen auf einem Rheinschiff gefeiert.
Natürlich werden wir uns an diesen Orten von dem Künstler die dazugehörenden Geschichten erzählen lassen. Wie auch im Müngersdorfer Stadion, wo BAP 1982 als Vorgruppe der Rolling Stones spielte und Mick Jagger ein „What the hell ist this?“ entlockte, als er sah, wie das Publikum bei seiner Vorband ausrastete. Und ein begnadeter Geschichtenerzähler soll er sein, dieses Kölner Urgestein. Wer also wäre ein besserer Stadtführer durch diese Hochburg des Katholizismus und des Karnevals?!

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Religionen

Die Kirche wird nicht untergehen
Ein Interview mit dem Publizisten Joachim Frank über sein Buch „Wie kurieren wir die Kirche?“ und über die Kurienreform in Rom
Von Philipp Gessler

Die Ehe - mehr als ein „eusserlich weltlich ding“?
Eine Symposium der EKD in Berlin diskutiert über das umstrittene „Familienpapier“ der Evangelischen Kirche in Deutschland
Von Peter Kaiser

Von Gudrun Ensslin bis Angela Kasner
Das Pfarrhaus-Archiv im Lutherhaus Eisenach zeigt das besondere Biotop einer Kindheit in einer Pfarrerfamilie
Von Adolf Stock

Abschied vom Witwengroschen
In Polen ist eine Kirchensteuer geplant - doch die Gesellschaft diskutiert weiter
Von Marta Kupiec

Der Prophet auf dem T-Shirt
Erfolgreich verkauft ein Modelabel aus Witten muslimische Streetwear in die ganze Welt
Von Bettina von Clausewitz


Moderation: Philipp Gessler

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Lesung

Briefwechsel
Vita Sackville-West und Harold Nicolson
Gelesen von Eva Meckbach und Ole Lagerpusch

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Feature

Wo Armut beginnt
Familienleben – eine Langzeitbeobachtung
Von Wolfgang Bauernfeind
Regie: der Autor
Mit: Daniel Minetti
Ton: Peter Kainz
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
Länge: 53‘45
(Ursendung)

Wie sieht Armut im täglichen Leben aus? Der Autor hat zwei Familien besucht und über ein Jahr lang ihren Alltag beobachtet.

Armut ist seit längerer Zeit in den Schlagzeilen. Wie aber sieht Armut im täglichen Leben aus? Der Autor hat zwei Familien besucht und über ein Jahr lang ihren Alltag beobachtet. Vieles ist inzwischen passiert: In der einen Familie wurde ein Kind geboren, in der anderen spricht man von Trennung. Beiden gemeinsam ist: Armut hat in Deutschland nichts mit Verhungern oder Obdachlosigkeit zu tun. Die Hartz-IV-Sätze ermöglichen ein Überleben, bedeuten aber massive Einschränkungen und Abhängigkeit von den Ämtern, deren Beschlüsse oft undurchschaubar sind. "Ein Leben im Wartesaal" hat der Autor bei seinen Recherchen entdeckt.

Wolfgang Bauernfeind, geboren 1944, Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie, Germanistik. Ab 1978 Redakteur und Regisseur der Feature-Abteilung des SFB, von 1994 bis 2009 ihr Abteilungsleiter. Mehrere Auszeichnungen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Oper

Bayerische Staatsoper München
Aufzeichnung vom 27.06.2013

Giuseppe Verdi
"Il Trovatore"
Dramma lirico in vier Akten
Libretto: Salvadore Cammarano nach Antonio García Gutiérrez

Graf Luna - Alexey Markov, Bariton
Leonora - Anja Harteros, Sopran
Azucena - Elena Manistina, Mezzosopran
Manrico - Jonas Kaufmann, Tenor
Ferrando - Kwangchul Youn, Bass
Ines - Golda Schultz, Sopran
Chor der Bayerischen Staatsoper
Einstudierung: Sören Eckhoff
Bayerisches Staatsorchester
Leitung: Paolo Carignani

nach dem 2. Akt ca. 20.15 Pause mit Nachrichten

21:45 Uhr

Die besondere Aufnahme

Klaviermusik von Heinz Tiessen
Klavierstücke op. 37 und 52 und die große Natur-Trilogie op. 17
Matt Rubenstein, Klavier
Aufnahme vom August 2013 in der Jesus-Christus-Kirche Berlin

22:30 Uhr

Erotikon

Lesung zur Nacht
Aus: "Geschichte der O." von Pauline Réage
Gelesen von Julia Brabandt

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

Oktober 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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