Seit 11:05 Uhr Tonart

Montag, 25.05.2020
 
Seit 11:05 Uhr Tonart
Tagesprogramm Sonntag, 13. Januar 2013
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Literatur

Buchpremiere zur Eröffnung des Imre Kertész-Archivs
"Tagebücher" von Imre Kertész
Gelesen von Hermann Beil
In Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin
Aufzeichnung vom 15.11.2012

Sein Leben und Schreiben ist eng verknüpft mit Deutschland. Der "Roman eines Schicksallosen“ gilt als Klassiker der Literatur über den Holocaust.

Das schriftstellerische Werk des ungarischen Schriftstellers Imre Kertész ist geprägt von den persönlichen Erfahrungen des Holocaust, als Jugendlicher hat er die Konzentrationslager von Auschwitz und Buchenwald überlebt. Internationale literarische Anerkennung fand er erst nach der politischen Wende 1989. Im Mittelpunkt seines Werkes steht die „Trilogie der Schicksallosigkeit“, für die Kertész 2002 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet worden ist. Als Schriftsteller des Holocaust sei er überall ein geistiger Asylant, schrieb Imre Kertész. Neben der Brotarbeit für die Bühne schuf er, „aus dem nicht verstümmelten Bruchteil“ Sprache seine Romanfiguren in „Kaddisch für ein nicht geborenes Kind“, „Galeerentagebuch“, „Fiasko“. Seine Bücher schreibt er gegen die Historisierung der Erfahrung oder gegen den – wie er es nennt - Auschwitz-Voyeurismus. „Roman eines Schicksallosen“ gilt inzwischen als Klassiker der Literatur über den Holocaust. Der literarische Existenzbericht brachte den Autor in eine Reihe mit Paul Celan, Primo Levi und Jorge Semprun. Durch Deutschland, schrieb er, ist er zum Schriftsteller geworden. Es gehört zu den Paradoxien seines Lebens, dass ausgerechnet in jenem Land, das in seinem Leben Schicksal spielte, seine Bücher den Ausgangspunkt für den internationalen Erfolg haben. Kertész nennt sich einen „Privatüberlebenden“ mit einem steten „Drang zur Selbstrechtfertigung“ angesichts der Millionen Toten. Imre Kertész hat sein komplettes künstlerisches Werk der Akademie der Künste Berlin anvertraut. Zur Eröffnung dieses Archivs liest Hermann Beil Auszüge aus den "Tagebüchern 2001 - 2003".

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

2254

Nachtgespräche am Telefon
0 08 00.22 54 22 54
Problem-Peer und Flughafen-Wowi - Was ist los mit den Spitzengenossen der SPD?
Moderation: Oliver Thoma

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Carsten Beyer

03:00 Nachrichten

04:00 Uhr

Nachrichten

04:05 Uhr

Tonart

Lounge
Moderation: Carsten Beyer

05:00 Nachrichten

05:55 Kalenderblatt

Vor 175 Jahren: Der Komponist und Pianist Ferdinand Ries gestorben

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Sonntagsmotette

Igor Strawinsky
Messe für gemischten Chor und doppeltes Bläserquartett
RIAS-Kammerchor Berlin
Musikfabrik Köln
Leitung: Daniel Reuss

Olivier Messiaen
Sätze 1-7 aus dem “Livre du Saint Sacrement”
Gillian Weir an der Frobenius-Orgel der Kathedrale Aarhus

06:56 Uhr

Wort zum Tage

Hindu-Gemeinde in Berlin

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Feiertag

Wie viel Christus steckt in dir?
Selbst-Entfaltung als Lebensaufgabe
Von Ludger Verst
Katholische Kirche

Das Evangelium ist in seinem innersten Kern die Botschaft von der Menschwerdung, dass nämlich Christus, der „Menschensohn“, zugleich den Prototyp des Menschen schlechthin verkörpert. Er ist der Typus jenes Menschen, der erst noch im Werden ist. Das trifft vor allem auf die Männer und Frauen im Umkreis Jesu zu. Sie folgen Christus nach, das heißt, sie gehen einen Weg, der durch Passion und Tod hindurch zur Verwandlung in ein neues Leben, in eine „neue Schöpfung“ führt. – Heute am Fest der „Taufe des Herrn“ ein interessanter Gedanke, wird doch – wie bei der Taufe Jesu damals – in jeder christlichen Taufe die Gotteskindschaft des Menschen offenbar.

07:30 Uhr

Kakadu für Frühaufsteher

Wochenrückblick
Moderation: Ulrike Jährling

08:00 Uhr

Nachrichten

08:05 Uhr

Aus den Archiven

Die Avus-Story
Aus der Geschichte der ersten Stadtautobahn. RIAS 1972.
Erzählt von Richard Kitschigin und vorgestellt von Margarete Wohlan

Es geht um Rennen, Reifen und Rekorde: Die Berliner Avus war einmal die schnellste Rennstrecke im internationalen Motorsport. 1921 eröffnet, wurden auf ihr die Ergebnisse des technischen Fortschritts wirkungsvoll vorgestellt. Ihr größter Erfolg am 30. Mai 1937 lockte 300.000 Besucher an: Mit durchschnittlich 260 Stundenkilometern fuhr damals Hermann Lang eine Rekordzeit, die erst 21 Jahre später gebrochen wurde. Die große Zeit endete allerdings im Herbst 1967, als die Rennstrecke ihre Hauptattraktion verlor: die Nordkurve – eine Steilkurve, die Höchstgeschwindigkeiten zuließ – wurde abgerissen. Der Autor Richard Kitschigin erzählt jedoch nicht nur die Avus-Story, sondern bietet auch eine spannende Chronik der deutschen Motorisierung und des deutschen Motorsports. Der damalige Leiter des Jugendfunks war nämlich auch ein großer Autofan: Er hat die "PS-Apotheke" und das "Motor-Journal" im RIAS erfunden, fuhr selbst Tourenwagenrennen und war Experte für Verkehrssicherheit.

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Radiofeuilleton - Kino und Film

09:05 Thema

09:20 Radiofeuilleton - Kino und Film

09:30 Kulturnachrichten

09:33 Buchkritik

09:37 Radiofeuilleton - Kino und Film

09:40 Radiofeuilleton - Kino und Film

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Radiofeuilleton

10:05 Thema

10:15 Sonntagsrätsel

10:45 Radiofeuilleton - Musik

10:55 Kalenderblatt

Vor 175 Jahren: Der Komponist und Pianist Ferdinand Ries gestorben

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik

11:05 Thema

11:15 Radiofeuilleton - Musik

11:30 Kulturnachrichten

11:33 Buchkritik

11:40 Radiofeuilleton - Musik

11:50 Mahlzeit

Udo Pollmer, Ernährungsexperte

11:59 Freiheitsglocke

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr

Lesart

Das politische Buchmagazin

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Die Reportage

13:30 Uhr

Neonlicht

Das Großstadtmagazin

Sehnsuchtsort Istanbul
Großstädte waren und sind ein Verheißung. Dort kann sozialer Aufstieg gelingen –so das Versprechen. Keine Stadt ist dabei wohl so viel besungen worden wie Istanbul. Es gibt unzählige, herzzerreißend schnulzige türkische Lieder über diese Metropole am Bosporus, in der offiziell fünfzehn Millionen Menschen und in Wirklichkeit noch viel viel mehr leben. Aus dem ganzen Land zieht sie die Menschen an. Doch erst einmal angekommen, wollen sie oft nur noch eines – wieder weg!
Von Luise Sammann

Großstadtleben als Ware
In einer globalisierten Welt, in der viele Menschen überall leben können und auch Kapital beweglicher als je zuvor ist, befinden sich die Metropolen der Welt in intensivem Wettstreit: Um Kapital, um Touristen und Bewohner. Internationale Rankings beurteilen die Lebensqualität von Städten und vergessen dabei häufig, dass sich die Bewertung einer Stadt, je nach Perspektive, ziemlich unterscheiden kann.
Interview mit dem Stadtforscher Michael Schindhelm

Das künstliche Berlin
Das Gespenst der Zombification geht um in der Hauptstadt. Nachdem in den vergangenen Jahren nun auch der letzte Winkel der Berliner Innenstadt gentrifiziert wurde, zeigen die neu errichteten Viertel jetzt ihr wahres Gesicht. Da sind die hochpreisigen Wohnkomplexe, die eine besondere Lebenskunst versprechen. Eine Lebenskunst allerdings, die so exklusiv und künstlerisch beschränkt ist, dass sie dem kulturellen Leben ringsum die Luft zum Atmen nimmt.
Von Kaja Bigalke

Großstadt - nein danke!
In den vergangenen zehn Jahren hat die Bevölkerung von London noch einmal kräftig zugelegt: um 12 % auf 8 Millionen Menschen, in den Migrantenvierteln im Osten sogar um bis zu 26%. Weiße Briten sind in London mit 45 % inzwischen in der Minderheit. Vor zehn Jahren lag ihr Anteil noch bei 58%. Die Stadt platzt aus allen Nähten, das macht Druck: auf die Infrastruktur und generell die Lebensqualität. Kein Wunder also, dass immer mehr Londoner der Großstadt den Rücken kehren.
Von Ruth Rach

Der Wert der Stadt
Bis zum Jahr 2050 leben schätzungsweise neun Milliarden Menschen auf dem Planeten, die meisten von ihnen in riesigen Städten. Aber was macht ihn eigentlich aus, den Wert der Stadt – Jobmöglichkeiten, günstige Mieten, Sicherheit? Oder sind es die Chancen auf mehr individuelle Freiheit, ihre Schnelligkeit und Intensität, die Großstädte so attraktiv machen?

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kakadu

Hörspieltag für Kinder
Der Krieg der Knöpfe
Orchesterhörspiel
Von Judith Lorentz
Nach dem Kinderbuch von Louis Pergaud
Ab 8 Jahren
Regie: Judith Lorentz
Komposition: Hendrik Albrecht, es spielt die Deutsche Radio Philharmonie unter Leitung von Andreas Hempel
Mit: Stefan Kaminski, Jens Warwrczeck, Laura Maire
Produktion: SWR, BR, DKultur, HR, MDR, NDR, WDR 2007
Länge: 52’30
Moderation: Ulrike Jährling

Zwei Jungsbanden aus benachbarten Dörfern bekämpfen sich und der Sieger schneidet den Verlierern die Hosenknöpfe ab.

Seit Generationen bekämpfen sich die Jungs aus zwei französischen Dörfern. Sie beschimpfen, bespucken, prügeln sich. Der Kampf folgt einem festen Ritual: Die Sieger schneiden den Verlierern die Knöpfe ab. Leere Knopflöcher – das gibt zu Hause Ärger. Um dem auszuweichen, beschließen sie, splitternackt in die Schlacht zu ziehen. Am nächsten Tag allerdings liegen sie mit Fieber im Bett. Der Bandenkrieg eskaliert, bis eines Tages eine Grenze überschritten wird. Dann endlich tun sie sich zusammen.

Louis Pergaud, geb. 1882 in dem französischen Dorf Belmont, ging als Lehrer nach Paris, veröffentlichte mehrere Bücher, wurde 1914 zum Kriegsdienst einberufen, nach einer Schlacht in der Nähe von Verdun verschwand er spurlos.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Interpretationen

Versteckte Zweierbeziehungen
Johannes Brahms: Sextett G-Dur op. 36
Moderation: Ulrike Timm

16:00 Nachrichten

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr

Nachspiel

Der Acht-Sekunden-Ritt
Rodeo als Extremsport und Alltagsgeschäft
Von Max Böhnel

Wer die acht Sekunden auf dem Rücken eines Stierbullen unverletzt übersteht, kommt weiter. Wer es nicht schafft, versucht es das nächste Mal. Die spektakulären Ritte sind dabei nur ein Element des Rodeosports. Die athletischen Cowboys versuchen sich auch - mit oder ohne Sattel - im Zureiten von Wildpferden, im Wettrennen und - mit Lasso - im Bändigen von Kälbern. Rodeo hat seinen Ursprung im ganz und gar unromantischen Arbeitsleben der Cowboys - und es ist mehr als eine sportliche Show-Einlage: umstrittenes Geschäft, konservative Kultur und fragwürdiger Umgang mit Tieren.

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Fundstücke

„Bei dir war es immer so schön...“ -
Der Komponist und Dirigent Theo Mackeben
Moderation: Claus Fischer

18:30 Uhr

Hörspiel

Voisins/Nachbarn
Der Erlkönig (2/2)
Der Oger von Kaltenborn
Von Michel Tournier
Aus dem Französischen von Hellmut Waller
Bearbeitung und Regie: Michael Farin
Komposition: zeitblom
Mit: Ulrich Noethen, Bernhard Schütz, Astrid Meyerfeldt
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: DKultur 2010
Länge: 80’48
(Wiederholung vom 13.06.2010)

Abel Tiffauges macht sich als Kriegsgefangener nützlich. Er gewinnt das Vertrauen seiner nationalsozialistischen Dienstherren.

1940 gerät Abel Tiffauges in deutsche Kriegsgefangenschaft. Es verschlägt ihn nach Ostpreußen. Auf dem Gut des Reichsjägermeisters Hermann Göring wird er als Treiber eingesetzt. Er weiß sich nützlich zu machen und das Vertrauen seiner nationalsozialistischen Dienstherren zu gewinnen. Man überträgt ihm Verantwortung, bis hin zur Anwerbung von Zöglingen für das Hitlerjugend-Internat Kaltenborn. In dieser Funktion kann er sich ganz seinen verqueren Träumen von Deutschland als einer besseren Welt hingeben. Das Erwachen aber ist fürchterlich.

Michel Tournier, 1924 in Paris geboren, französischer Schriftsteller und Übersetzer. "Der Erlkönig" erschien 1970 und wurde mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. 1996 wurde er von Volker Schlöndorff unter dem Titel "Der Unhold" verfilmt.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Live aus der Philharmonie Berlin

Sergej Prokofjew
"Iwan der Schreckliche"
Oratorium für Sprecher, Alt, Bariton, Chor und Orchester
nach der gleichnamigen Filmmusik op. 116

Olga Borodina, Alt
Ildar Abrazakov, Bass
Wladimir Kaminer, Sprecher
Rundfunkchor Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Tugan Sokhiev

nach Konzertende ca. 21.30 Nachrichten

22:00 Uhr

Musikfeuilleton

"Mein Motto ist Ehrlichkeit"
Zum 70. Geburtstag des Dirigenten Mariss Jansons
Von Julia Smilga

22:30 Uhr

Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage

Januar 2013
MO DI MI DO FR SA SO
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