Produzentin des Auschwitz-Films "Block 10" beklagt fehlende Antworten von Unternehmen

Seit Donnerstag läuft der deutsche Spielfilm "Block 10" in den Kinos. Er zeigt in realistischen Szenen die Sterilisations- und Menschenversuche im Auschwitz-Block 10 durch NS-Ärzte wie Carl Clauberg und Horst Schumann. So wird dargestellt, wie Frauen, aber auch Männer, ohne Betäubung operiert oder innere Organe durch Röntgenstrahlung verbrannt wurden. Die Firmen, die dazu Geräte und Medikamente lieferten, wollen sich bis heute nur teilweise dazu äußern. Das sagte die Produzentin und Drehbuchautorin des Films, Alice Brauner, im Deutschlandfunk Kultur. Brauner wörtlich: "Die Röntgenbombe, mit der die Innereien sozusagen verbrannt worden sind, Siemens, hat sich nicht geäußert. Siemens hatte die Röntgenbombe, die wir eins zu eins nachgebaut haben - es gibt nur noch eine im Museum - die haben sich überhaupt noch nicht geäußert." Die Stiftung des Pharma-Unternehmens Schering hat laut Brauner sofort geantwortet. Demnach hat die Schering-Stiftung eine Untersuchung in Auftrag gegeben, wie das Unternehmen an medizinischen Verbrechen während der Shoah, vor allem im Block 10, beteiligt war.