Prix Goncourt streicht Roman wegen KI-verdacht

    Der kanadisch-haitianische Autor Thélyson Orélien steht mit einem Mikrofon an einem Tisch und ballt eine Faust.
    Der Debütroman von Thélyson Orélien über die Flucht eines haitianischen Lehrers wurde 2026 zum Bestseller © IMAGO / MAXPPP / IMAGO / JEAN-MICHEL MART
    Der Verdacht auf einen KI-Roman hat jetzt Folgen beim wichtigsten französischen Literaturpreis. Der haitianisch-kanadische Schriftsteller Thélyson Orélien ist von der Auswahl für den Prix Goncourt gestrichen worden. Nach Einschätzung der Goncourt-Akademie ist sein Roman „C’était ça ou mourir“ aller Wahrscheinlichkeit nach größtenteils mit Künstlicher Intelligenz entstanden. Seit Anfang der Woche kursieren entsprechende Vorwürfe, inzwischen gibt es auch Plagiatsvorwürfe. Der kanadisch-haitianische Autor Thélyson Orélien weist die Vorwürfe zurück, sein französischer Verlag stellt sich hinter ihn. Sein kanadischer Verlag Boréal hat die Werbung für das Buch vorerst ausgesetzt. Der Fall hat in Frankreich auch eine Debatte darüber ausgelöst, welche Regeln für den Einsatz von KI in der Literatur gelten sollen.