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Thema / Archiv | Beitrag vom 04.05.2010

Privatheit war gestern

Jens Best ruft dazu auf, Lücken bei Google Street View selbst zu schließen

Screenshot von Google-Streetview  (Google Maps)
Screenshot von Google-Streetview (Google Maps)

Google will mit seinem Dienst Street View möglichst bald alle Straßen dieser Welt im Internet abbilden. Zurzeit fahren Autos und Fahrräder deshalb auch durch Deutschland und machen die nötigen Fotos. Die virtuellen Rundfahrten durch deutsche Straßen werden allerdings komisch aussehen, nachdem Google sich mit der deutschen Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner darauf geeinigt hat, die Fotos von Häusern, deren Besitzer Einspruch erhoben haben, umgehend zu löschen. Datenschützer sind begeistert, viele Internetexperten nicht.

Jens Best berät im Hauptberuf Firmen zu ihren Auftritten in Sozialen Netzwerken und hat per Twitter jetzt dazu aufgerufen, alle Gebäude, die bei Google fehlen, privat zu fotografieren und die Fotos im Netz zu veröffentlichen.

Für Best ist das Internet "die digitale Ebene unserer Realität", deshalb sei es für ihn auch legitim Häuser zu fotografieren: "Genauso wie ich im Analogen auf einer Straße langlaufen darf und mir die Häuser anschauen darf, finde ich, sollte man sich auch Häuser anschauen können in der digitalen Straße".

Jeder Bürger habe das Recht, so Best weiter, von öffentlichen Plätzen aus die Landschaft und auch Häuser zu fotografieren. Eine Grenze sei nur dann erreicht, wenn auf den Bildern Menschen zu erkennen seien. Diese müssten unkenntlich gemacht werden.

Gespräch mit Jens Best als MP3-Audio

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