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Musikfeuilleton | Beitrag vom 02.12.2018

Preisverleihung in StockholmGold in der Kehle

Von Hildburg Heider

The Birgit Nilsson Prize (https://birgitnilssonprize.org / Fredrik Stehn)
Die Preisträgerin des Birgit-Nilsson-Preises 2018, die schwedische Sopranistin Nina Stemme (https://birgitnilssonprize.org / Fredrik Stehn)

Der am höchsten dotierte Preis der klassischen Musikwelt ist der Birgit-Nilsson-Preis. Er wurde in diesem Jahr an die schwedische Opernsängerin Nina Stemme in Stockholm verliehen. Seine Stifterin hätte 2018 ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Am 17. Mai 2018 wäre die schwedische Sopranistin Birgit Nilsson 100 Jahre alt geworden. Am 11. Oktober wurde der von ihr gestiftete Birgit-Nilsson-Preis zum vierten Mal in Stockholm verliehen.

Der Birgit-Nilsson-Preis ist der am höchsten dotierte Preis der klassischen Musikwelt, sein Preisgeld beträgt eine Million Dollar. Für die diesjährige Preisträgerin, die schwedische Sopranistin Nina Stemme, schloss sich damit ein Kreis: Sie war bei der ersten Preisverleihung an den Tenor Plácido Domingo aufgetreten. Nun empfing sie den Preis aus der Hand des schwedischen Königs Carl Gustav XVI.

Unsere Autorin Hildburg Heider schaut zurück in die Geschichte des Birgit-Nilsson-Preises und gibt aktuelle Eindrücke von der Preisverleihung wieder.

Mit Aussagen von Birgit Nilsson, dem Stiftungspräsidenten Rutbert Reisch, dem Mitglied des Preiskomitees Eva Wagner-Pasquier, den ehemaligen Preisträgern Plácido Domingo und Riccardo Muti und der diesjährigen Preisträgerin, der Sopranistin Nina Stemme.

Birgit Nilsson:
"Ich glaube, ich habe bei der Geburt gesungen. Ich habe gesungen von morgens bis abends. Und jeden Abend, wenn ich eine Sternschnuppe sah, da habe ich mich verbeugt und gewünscht, dass ich eine große Sängerin werden könnte."

Der Stiftungspräsident Rutbert Reisch:
"Ihre ganze Kunst, ihr Ausdruck, ihre Musikalität, ihre Phrasierung, die Behandlung des Textes haben mich einfach dermaßen berührt und begeistert, dass ich mir gedacht hab': welcher Mensch steht eigentlich dahinter, der diesen Ozean von Klang einfach so scheinbar völlig mühelos in den Raum strömen lässt? Ich habe 35 Mal ihre Isolde auf der Bühne erlebt. Nicht eine Aufführung war wie die andere."

Nina Stemme:
"Das war schwer. Ich wollte fliehen, ich wollte weg. Nein, nein, das kann ich nicht sein. Diese Verantwortung, was muss ich jetzt alles durchleben und was muss ich jetzt alles schaffen, auf so einem Niveau zu bleiben. Und dann bin ich ein bisschen gelandet. Es war wirklich unfassbar für mich am Anfang. Jetzt habe ich Zeit genug gehabt, um mich daran zu gewöhnen. Natürlich bin ich jetzt superstolz, dass ich diese Auszeichung bekommen habe und auch hier in meiner Heimatstadt!"

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