Präsident des Deutschen Städtetags sieht Theater und Opern von Schließung bedroht

In den kommenden Jahren werden Theater und Opernhäuser schließen müssen, warnt der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung. Wenn die Politik keine Wende schaffe, seien nicht nur diese, sondern auch die gesamte Demokratie in Gefahr, sagte Jung im Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk. Das Problem sei, dass Gesetze nicht vollständig ausfinanziert würden. Städte und Kommunen erledigten etwa ein Viertel der Aufgaben des Staates, bekämen aber nur ein Siebtel der Steuereinnahmen. Insbesondere die mittelgroßen Städte stünden vor großen Problemen. Manchmal sei dann das letzte kulturelle Angebot bedroht, dass es in der ländlichen Region noch gebe. Zuletzt hatten die Kommunen ein Haushaltsdefizit von 30 Milliarden Euro zu verzeichnen, 2024 waren es noch 25 Milliarden Euro. "Wenn wir da jetzt nicht gegensteuern und das auffangen und den Staat wieder als erlebbar handlungsfähig gestalten, dann fahren wir vor die Wand. Und eben nicht nur als Kommunen. Dann fährt diese Demokratie vor die Wand", so Jung im Interview.