Prämierte Kurzgeschichte ist möglicherweise KI-generiert

    Die 3-D-Illustration zeigt einen humanoiden Roboter, der ein Buch liest.
    Eine mit dem Commonwealth Short Story Prize ausgezeichnete Kurzgeschichte steht im Verdacht, mit KI generiert worden zu sein © imago / ingimage /
    Mit dem "Commonwealth Short Story Prize" werden jedes Jahr Autorinnen und Autoren für die beste unveröffentlichte Kurzgeschichte ausgezeichnet. Gewinner für die Region Karibik wurde in diesem Jahr die Erzählung „The Serpent in the Grove“ von Jamir Nazir. Die Jury würdigte dessen präzise und doch bildreiche Sprache. Doch nun äußerte ein KI-Experte von der University of Pennsylvania Zweifel. Er analysierte die prämierte Kurzgeschichte mit einer Software, die KI-Texte mit einer hohen Genauigkeit erkennt, und stufte den Text zu 100 Prozent als verdächtig ein. Nazir selbst hat sich bisher nicht geäußert. Die preisgebende Commonwealth Foundation erklärte, man sei bestrebt, sorgfältig und transparent auf die Vorwürfe zu reagieren. Demnach wird jede eingereichte Geschichte gründlich geprüft, es werden aber keine KI-Prüfprogramme eingesetzt. Alle Autoren hätten erklärt, dass sie keine KI verwenden würden, hieß es.