Pop-Literat Andreas Neumeister mit 67 Jahren gestorben

    Andreas Neumeister beim Munich Union Move umringt von anderen Menschen
    Der Popliterat Andreas Neumeister im Jahr 1996 © picture alliance / SZ Photo / Volker Derlath
    Andreas Neumeister galt als einer der ersten deutschen Pop-Literaten; nun ist er im Alter von 67 Jahren gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Neumeister war als Suhrkamp-Autor vor allem in den 1990ern erfolgreich, zum Beispiel mit Büchern wie "Salz im Blut" oder "Gut laut". Damals las er beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurth einen für ihn typischen Text in Form einer Collage, die stark von Musik-Techniken wie Loops und Sampling beeinflusst war. Später legte Neumeister als DJ in Technoclubs auf und schuf Kunst am Bau oder Soundinstallationen. Seine letzte große Ausstellung fand laut dem Bayerischen Rundfunk 2024 in seiner Heimatstadt München statt: Unter dem Titel "Nibelungenland" dokumentierte Neumeister demnach mit Covern, Musik und Zeitungsausschnitten das Lächerlichmachen des Faschismus im Pop.