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Album der Woche / Archiv | Beitrag vom 28.03.2011

Pop: Howe Gelb & A Band of Gypsies: "Alegrias"

Cover: "Alegrias Howe Gelb & A Band of Gypsies" (Fire Records)
Cover: "Alegrias Howe Gelb & A Band of Gypsies" (Fire Records)

Seit Anfang der 1980er Jahren praktiziert Howe Gelb mit seiner Band Giant Sand die Symbiose zwischen Country und Rockmusik. Dennoch veröffentlich der in Arizona geborene Sänger, Songschreiber und Musikproduzent in regelmäßigen Abständen Soloalben. Auf seinem neuesten Werk "Alegrias" hat sich der 55-Jährige mit einer Gruppe von spanischen Flamenco-Spielern zusammengetan, um die Musik Andalusiens mit amerikanischem Roots-Rock zu verbinden.

Label: Fire Records
EAN-Nr.: 0809236116604

Auf den ersten Blick scheint Andalusien und Arizona nicht besonders viel zu verbinden. Wenn man aber die CD von Howe Gelb & The Band of Gypsies hört, dann bekommt man doch den Eindruck, dass die Menschen dieser beiden Regionen, trotz aller Unterschiede, "Seelenverwandte" sind. Denn der Wüstenrock von Howe Gelb und der Flamenco der Band of Gypsies ergeben eine dermaßen homogenen Einheit, dass die Wüste Arizonas und die sonnedurchfluteten Täler und Hochebenen Andalusiens vor dem inneren Auge zu einem Bild verschmelzen. "Ohrenkino" vom Feinsten.
(Wolfgang Meyering)

Glühende Sonne, staubig-karge Landschaften, umherreisende Viehtreiber und Gitarrenklänge. Das gibt es in Arizona genauso wie in Andalusien. So abwegig ist die Idee also gar nicht auch nach musikalischen Schnittmengen zu suchen. Flamenco-Americana steht am Ende dieser Suche. Im Grund eine geniale Idee von Howe Gelb. Er lässt die spanischen Musiker den staubigen Sound des Americana mit farbigen Klang-Arabesken verzieren und sorgt selbst mit seinem knarzig-ledernen Sprechgesang für die nötige Coolness. Wieso hat diese unterhaltsame Liaison nicht schon viel früher stattgefunden?
(Jutta Petermann)

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