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Kompressor | Beitrag vom 05.01.2015

"Pop-Dschihadismus"Steinzeit-Botschaft in trendy Gewand

Moderation: Max Oppel

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Ein Anhänger des IS mit der Flagge der Miliz (afp)
Merkwürdige Verwandtschaft: Der IS-Terror und Pop-Kultur. (afp)

Der IS-Pop knüpft erstaunlich leicht an den Gangsta-Rap an - obwohl hier eigentlich Moderne und islamistische Anti-Moderne aufeinanderprallen. Die Journalistin Güner Balci im Interview über die Ästhetik des "Pop-Dschihadismus".

Coole Menschenschlächter, lässige religiöse Fanatiker, Steinzeit-Botschaft im Pop-Gewand: Seit diesem Jahr fasst man dieses Phänomen unter "Pop-Dschihadismus". Deutsches Beispiel ist der ehemaliger Rapper Deso Dogg, der in maskuliner Gewinnerpose für islamistische Rekrutierungsvideos posiert.

Wieso kann der IS-Pop so leicht an den Gangsta-Rap anknüpfen? Wo sind die ästhetischen Überschneidungen? Sind beide geprägt durch ein ähnlich maskulin-machistisches Menschenbild? Wo aber prallen bei dieser Melange auch die Gegensätze - Pop-Moderne und islamistische Anti-Moderne - aufeinander? Ein Gespräch mit Güner Balci, deutsche Journalistin türkisch-kurdischer Herkunft. 

Mehr zum Thema:

Bürgerkrieg in Syrien - Verwirrung um angeblichen Tod von deutschem Islamisten
(Deutschlandfunk, Aktuell, 22.04.2014)

Fazit

Ausstellung "Empört Euch"Zwischen Agitpop und Dada
Santiago Sierra: "3000 huecos", 2002, Triptychon (© Santiago Sierra  / Fotograf:  Björn Behrens)

Wut kann zerstörerisch sein oder Veränderungen bringen. Wie sich dieses Gefühl in Kunst ausdrückt, wird in einer Gruppenausstellung in Düsseldorf gezeigt. Die Bandbreite reicht von Agitationskunst bis Dadaismus mit eingelegtem Gemüse. Mehr

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